Theater

Liebe und Krieg


Eine Liebesgeschichte in den Wirren des Krieges nach William Shakespeares „Troilus und Cressida"

Der Trojanische Krieg geht in sein siebtes Jahr. Erfolglos belagern die griechischen Soldaten rund um Achilles und Odysseus die Stadt Troja. Der Auslöser für den Krieg? Die Entführung Helenas durch Paris. Sie ist die Tochter von Agamemnon, dem König der Griechen. Er ist ein Sprössling des Priamos, dem Oberhaupt der Trojaner. Die Entführung ist eine Schmach, die kein Grieche auf sich sitzen lassen darf - ob er will oder nicht. Denn im Krieg zählt der Einzelne nichts. Es gilt sich unterzuordnen, die eigenen Träume und Bedürfnisse hinten anzustellen - besser noch: zu begraben.

Diese Erfahrung müssen auch Troilus und Cressida machen. Beide sind BürgerInnen Trojas - doch im Zuge eines Gefangenenaustauschs wird Cressida an die Griechen verschachert. Für ihre Liebe ist kein Platz. Sie wird zur Randnotiz. Troilus und Cressida werden voneinander getrennt und müssen sehen, wie sie damit klarkommen: Dem geliebten Menschen treu bleiben? Oder sich mit dem System arrangieren und nach den Regeln des Krieges spielen? Auch wenn es noch so brutal ist? Einfach um zu überleben?

Diese Geschichte ist nicht nur ein Plädoyer gegen den Krieg, sie ist der Versuch, dem Krieg anhand der Liebe zweier junger Menschen, ein Gesicht zu geben, ihn fassbarer zu machen, ihn zu entglorifizieren.

Autor: Dietrich Trapp | Regie: Markus Emil Felkel | Ausstattung: Vanessa Achilles-Broutin | DarstellerInnen: Valentin Postlmayr, Katharina Farnleitner, Deniz Baser, Katharina Stadtmann, Noah Saavedra


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