Klassik

Lichtental Trio


Ludwig van Beethoven
Klaviertrio D-Dur op. 70/1 Geistertrio
Balduin Sulzer
Trio op. 103 (1988)
Johannes Brahms
Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8 (rev. 1889)

„Der Character dieses, sehr langsam vorzutragenden Largo ist geisterhaft schauerlich, gleich einer Erscheinung aus der Unterwelt“, urteilte Beethoven-Schüler Czerny über Beethovens Klaviertrio. Fortan sollte es als Geistertrio in die Musikliteratur eingehen. Mit feiner Nuance, raffiniertem Spiel und jugendlicher Dynamik fesselt das Lichtental Trio, dessen Namen es der (ehemaligen) Wiener Vorstadt Lichtental verdankt, sein Publikum. Auf dem Programm: Werke, die den Farben- reichtum eines Klaviertrios meisterlich hervorzuheben wissen.

Lichtental Trio
Saskia Roczek - Violine
David Pennetzdorfer - Violoncello
Dianne Baar - Klavier

Das Lichtental Trio wurde 2007 von den drei jungen österreichischen Künstlern Saskia Roczek, David Pennetzdorfer und Dianne Baar gegründet. Der Name des Trios bezieht sich auf die (ehemalige) Wiener Vorstadt Lichtental, in der Franz Schubert seine Kindheit und Jugend verbrachte. Auf diese Weise soll die tiefe Verbundenheit mit dem Trio-Repertoire der Wiener Klassik, dessen Höhe- und Endpunkt die Werke Schuberts bilden, unterstrichen werden.

Seit seiner Gründung war das Ensemble regelmäßig in den großen Wiener Konzerthäusern zu Gast und konzertierte in zahlreichen Ländern Europas sowie in Russland, Korea und Tunesien. Auch als Solisten in Beethovens Tripelkonzert konnten die drei Musiker mit verschiedenen Orchestern (Bruckner Orchester Linz, Philharmonisches Orchester Bad Reichenhall, etc.) reüssieren. In den Jahren 2012 und 2013 war das Lichtental Trio im Rahmen der Initiative "The New Austrian Sound of Music" des österreichischen Außenministeriums als musikalischer Botschafter Wiens international aktiv.

Seine künstlerische Ausbildung absolvierte das Lichtental Trio an der Wiener Musikuniversität bei Teresa Leopold und Johannes Meissl (Artis Quartett) sowie beim Altenberg Trio Wien an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Musikalisch prägend waren darüber hinaus Meisterkurse bei Leif Ove Andsnes und Daniel Hope und die Arbeit mit zahlreichen Persönlichkeiten der Wiener Musikszene.
Noch in seiner Studienzeit wurde das Lichtental Trio vielfach ausgezeichnet: Das Ensemble gewann unter anderem den vom Wiener Konzerthaus ausgerichteten Wettbewerb "Musica Juventutis" und den Josef-Windisch-Wettbewerb der Wiener Musikuniversität. Im Finale des Internationalen Joseph-Haydn-Wettbewerbs 2009 erspielte sich das Trio einen Sonderpreis, der zum Debut-Konzert im Wiener Musikverein führte. Beim nationalen Musikwettbewerb Gradus ad Parnassum 2011 wurde es mit dem ersten Preis sowie mit vier Sonderpreisen ausgezeichnet.

Das besondere Interesse des Lichtental Trios gilt dem österreichischen Trio-Repertoire von Pleyel bis Pirchner. Ein wichtiges Anliegen ist dabei die Vermittlung von wenig gespielten Werken des 20. Jahrhunderts.


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