Literatur

Lesung Thomas Kapielski


Thomas Kapielski, geboren in Berlin, ist Autor, Künstler, Musiker (Mitglied im "Original Oberkreuzberger Nasenflötenorchester"), Fotograf, Vortragsreisender, Geograf und Dozent für Bildende Kunst. Er lebt in Berlin und veröffentlicht seit den 1990er Jahren Texte u. a. in der Zeit, der FAZ, der Frankfurter Rundschau. Soweit ein paar biographische Eckdaten. Die bei weitem nicht ausreichen, um diese Persönlichkeit auch nur halbwegs, in Ansätzen, zu profilieren.

"Kapielski ist Kapielski.", stellt sein Verlag (Suhrkamp) lapidar fest - und zwar im Klappentext zu seinem 2012 erschienenen Band Neue Sezessionistische Heizkörperverkleidungen. Und weiter: "Auch hier. Auch diesmal. Über 200 Seiten nie zuvor gelesener Kapielski-Prosa samt nie zuvor gesehenen Kapielski-Fotos. Durchwegs in erhaben strenger, eigens neu sezessionierter Form. Für die es deswegen noch keinen Namen gibt. Außer: Kapielski-Form. Oder: Kapielski-Hochform (um genau zu sein)."

Er polarisiert, er wütet, er ist ein "Abschweifungskünstler" - und er ist der Antiromancier schlechthin. Oder? 2014 erscheint Je dickens, destojewski! Ein Volumenroman, in dem die Protagonisten zwischen zwei Kneipen in Berlin (Spandau) und Bamberg hin- und herpendeln. Die taz urteilt begeistert: "Gute Nacht, Thomas, gute Nacht, Abendland, gute Nacht, Hochkultur!" Kapielski, einst Außenseiter, nun beinahe Protagonist des Kulturbetriebs, schreibt zornbefeuert gegen "Laberdreck", "Labermüll", hegt Zuneigung zu den Teletubbies und Hass gegen die politische Korrektheit sowie den "Kitsch humaner Gutseinsvermutungen".

Die FAZ bescheinigt dem Autor in seinem neuesten Werk "geniale Leichtigkeit als Ergebnis großen Könnens". Daß zu den zahlreichen Preisen, mit denen der Autor bislang ausgezeichnet wurde, auch der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor zählt, überrascht nicht.


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