Pop / Rock

Les Reines Prochaines


Les Reines Prochaines als starke Säulen der Gesellschaft suchen und nützen Handlungsspielräume in ihrer Umgebung um einen Weg in eine zukunftsfähige Moderne zu finden. Mit kreativer Unklarheit suchen sie Wege sich vom Überfluss befreien zu können.

Mit Mut, Aberwitz und Poesie experimentieren sie mit Tieren, mit der Liebe und Utopien. Les Reines Prochaines spielen brandneue Lieder, Chansons und rücken längst vergessene Begriffe in helles Licht. Sie erfinden neue Muster im alten Paradies. Im Eldorado verschieben sie die Möbel und zwirnen Ideologien wie Anarchismus, Soziokratie, den Blues und die Zoologie zu neuen Blüten.

Sie kommen aus der abendländischen Performancetradition und betreiben den professionellen Dilettantismus als künstlerisches Konzept. Ihr Vorgehen ist assoziativ, konzeptuell und prozesshaft. Autorinnenarbeit und kollektives Schaffen ergänzen und verweben sich selbstverständlich zu einem Produkt. Ihre Performances sind geprägt von inneren Bildern, Erfahrungen und Visionen. Das Mythologische und Physikalische, die Kulturgeschichte, Pop, Volkstum und Dadaismus dienen dabei als formale und inhaltliche Inspirationsquellen. Die Kompositionen sind minimalistisch, radikal sparsam und luxuriös einfach. Nebst der Disziplin der Wahrnehmung praktizieren sie die Willkürlichkeit des Einfalls.

Der Gesang ist das wichtigste Element, die Texte sind in den verschiedensten Sprachen. Weiter spielen Bass, Schlagzeug, Klarinette, Trompete, Horn, Saxophon aber auch Spielzeuginstrumente und Kleinpercussion aus einfachen Gebrauchsgegenständen ihre Rollen.
Sie sind die exzellenten Königinnen von den Ufern des Rheins und schmettern ihre Lieder, die das Leben schrieb. Mit aufgeschürften Knien und aufgesperrten Kehlen, singen sie die Chöre und tanzen den neuen Walzer. Voll Zorn und Schmach hauen sie auf die Becken und wiegen das Akkordeon. Ihre Musik ist gut und ziemlich bekömmlich, wenn das Publikum starke Zähne hat. Es verlässt mit frisch geschäumten Ohren und reinen Seelen den Konzertsaal. Immer wieder wird die wohlduftende Erinnerung an diese widerspenstigen Weiber aufkommen.


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