Alte Musik · Oper · Theater

Leonora


Ferdinando Paër: «Leonora ossia L’amor conjugale» (Oper in zwei Akten)
Libretto von Giuseppe Maria Foppa und Giacomo Cinti nach dem französischen Textbuch «Léonore, ou L'amour conjugal» (1798) von Jean Nicolas Bouilly
Uraufführung: Dresden, Kleines kurfürstliches Theater, 03.10.1804
Erstaufführung der kritischen Neuausgabe, herausgegeben von Opera – Spektrum des europäischen Musiktheaters (Leitung: Thomas Betzwieser)
Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ferdinando Paër nimmt in der Musikgeschichte keine Hauptrolle ein. Doch zu Lebzeiten stand der aus Parma gebürtige Komponist im Zentrum des europäischen Musiklebens. Paër vertonte bereits ein Jahr vor Beethoven den französischen Theaterstoff «Léonore ou L’Amour conjugal», basierend auf dem Libretto von Jean Nicolas Bouilly. Im Beethoven-Jahr 2020 rufen die Festwochen Ferdinando Paër wieder in Erinnerung: mit seiner «Leonora», die vier Tage vor der Erstaufführung der Neufassung von Beethovens «Fidelio» in Wien aufgeführt wurde. Mehr als 200 Jahre später wird nun bei den Festwochen die im Gegensatz zu Beethovens Leonore lange vergessene italienische «Leonora» wiedererweckt. Eine großartige Opera semiseria, die mit ergreifender Melodik in bester italienischer Tradition und mit packender dramatischer Tonsprache die bewegende Geschichte der mutigen Leonora erzählt, die als Mann verkleidet in einem Staatsgefängnis als Gehilfe arbeitet, um ihren im dunkelsten Verließ von einem Tyrannen weggesperrten, todgeweihten Ehemann Florestano zu befreien.


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