Theater

Leonce und Lena


Georg Büchners 1836 verfasstes, einziges Lustspiel „Leonce und Lena“ ist romantisches Märchenspiel und bitterböse Satire über die politischen und sozialen Verhältnisse seiner Zeit zugleich. Eine Persiflage auf die Weltfremdheit eines elitären Standes, der es sich leisten kann, sich Langeweile zum Problem zu machen, während das Volk schuften muss, um zu überleben.

Der melancholische Prinz Leonce aus dem Königreich Popo leidet an seinem Leben: „O wer einmal jemand anders sein könnte! Nur 'ne Minute lang.“ Von Beruf Erbe gibt er sich voll und ganz dem Müßiggang hin, zählt Sandkörner auf seinem Handrücken und sinniert über das Leben und die Langeweile, die er als einzigen Motor menschlichen Handelns sieht. Als er die ihm unbekannte Prinzessin Lena aus dem Reiche Pipi heiraten soll, ergreift er, gemeinsam mit seinem Vertrauten Valerio, kurzerhand die Flucht nach Italien, denn jeglicher Zwang ist ihm zuwider. Prinzessin Lena ist ebenso wenig bereit, ihr Liebesglück einer arrangierten Ehe zu opfern. In Begleitung ihrer Gouvernante flieht auch sie nach Italien, wo die beiden Flüchtenden sich begegnen und ineinander verlieben. Ohne die wahre Identität des anderen zu kennen, kehren sie maskiert nach Popo zurück, um sich dort am Hofe trauen zu lassen …

Susanne Lietzow, die 2014 mit dem Nestroy „Beste Bundesländer Aufführung“ für ihre Theater Phönix-Inszenierung von „Höllenangst“ ausgezeichnet wurde, wird Büchners virtuoses Spiel auf die Bühne bringen.

Mit:

Rebecca Döltl, David Fuchs , Markus Hamele , Klaus Huhle, Julia Jelinek, Sebastian Pass , Felix Rank
Regie: Susanne Lietzow
Ausstattung: Marie Luise Lichtenthal
Lichtgestaltung: Gordana Crnko
Musik: Gilbert Handler
Video: Petra Zöpnek
Dramaturgie: Silke Dörner


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