Literatur · Theater

Leon de Winter - Geronimo


GERONIMO war das Codewort, das die Terroristen-Fahnder durchgeben sollten, wenn sie Osama bin Laden gefunden hatten. Doch ist die spektakuläre Jagd nach dem meistgesuchten Mann der Welt wirklich so verlaufen, wie man uns glauben macht? Der bekannte niederländische Schriftsteller Leon de Winter stellt sein neues Buch „Geronimo“ (Diogenes Verlag, 2016, übersetzt von Hanni Ehlers) vor – ein atemberaubender Roman über geniale Heldentaten und tragisches Scheitern, über die Vollkommenheit der Musik und die Unvollkommenheit der Welt, über Liebe und Verlust. Moderation: Tomas Friedmann.

KILL OR CAPTURE – so lautete der Auftrag der Männer vom Seals Team 6. Nach ihrer spektakulären Aktion gegen bin Laden im Mai 2011 hielt die Welt den Atem an. Was könnte damals geschehen sein? Leon de Winter hat eine Hintergrundgeschichte erfunden, die verblüffend real klingt. Darüber hinaus wird von Apana erzählt, einem afghanischen Mädchen, das eine Passion für die Goldberg-Variationen von Bach entwickelt, und die Geschichte von Jabbar, einem pakistanischen Jungen, dessen kostbarster Besitz ein alter Küchenschemel ist. Und nicht zuletzt handelt „Geronimo“ vom amerikanischen Ex-CIA-Mitglied Tom, durch dessen Augen wir auf eine dramatische und zugleich großartige Welt blicken.

Leon de Winter, geboren 1954 in ‚s-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden. Begann als Teenager nach dem Tod seines Vaters zu schreiben. Lebt als Autor und Filmemacher in Holland und den USA. Für seine erfolgreichen, teils verfilmte Romane erhält er große Anerkennung, 2002 wurde er mit dem Welt-Literaturpreis für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.


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