Kunstausstellung

Leaning on the Past, Working for the Future


Zu Hause / Online-Stream

1010 Wien - Innere Stadt, Wien

Do., 04.06.2020

10:00
  • Eröffnung
Corona-Virus: Ab 29. Mai sind Veranstaltungen bis 100 Personen wieder erlaubt. Ab 1. Juli bis 250 Personen, ab 1. August für 500 bis 1.000 Personen. Sicherheitsregeln gelten weiterhin.

Künstler_innen und Kollektive: János Brückner, Igor & Ivan Buharov, Adrienn Dorsánszki, Sylvia Eckermann & Gerald Nestler, Mark Fridvalszki, Land 3C (Tomas Narkevicius, Gorazd Popov, Vitalij Puzyriov and Vaida Stepanovaite), Ute Richter, Dominika Trapp, Suzanne Treister

Kurator_innen: Krisztina Hunya, Zsolt Miklósvölgyi, Márió Z. Nemes
Assistenzkurator: Daniel Hüttler
Projektkoordination: Nora Malles

Nach der kurzen und bald ernüchternden optimistischen Ära der politischen Wende werden mittel- und osteuropäische Staaten heute von einem Gespenst heimgesucht, das lange verschollen schien. Die gegenwärtigen rechtsextremen populistischen Strömungen, die nicht nur die politische Topografie der Region, sondern auch demokratische Systeme auf der ganzen Welt überschwemmen, etablieren ihre fremdenfeindlichen Narrative hauptsächlich auf der Grundlage einer unbegründeten und betrügerischen ethnografischen Authentizität. Auf diese Weise haben nationalistische Bewegungen auch das Repertoire nationaler Symbolik, historischer Mythologie und kulturgeografischer Erzählungen für ihre eigenen Zwecke besetzt und vereinnahmt. Im Rahmen der Gruppenausstellung werden künstlerische Projekte vorgestellt, die das politische Monopol der kulturellen Narrative herausfordern und diese umwidmen, um zukunftsweisende Formen des Denkens, der Herkunft und der Zugehörigkeit neu zu beleuchten. Ob sie die kreative Umdeutung folkloristischer Traditionen in zeitgenössische (post-)digitale Diskurse vornehmen, patriarchale Geschlechtsnormen hinterfragen oder die Rückkehr zu utopischen Visionen auf planetarischer und kosmischer Ebene erstreben – sie alle sind Beispiele für xenofuturistische Kunstpraxen, die darauf abzielen, die politischen und ästhetischen Strategien nationalistischer Ideologien zu überwinden.

Die Ausstellung wird im Rahmen der OFF-Biennale Budapest 2020 entwickelt.

Die Eröffnung am 4. Juni 2020 ist zugleich der 100. Jahrestag des Vertrags von Trianon, dem Friedensvertrag zwischen den Alliierten Kräften des ersten Weltkriegs und Ungarn.


Aktuelle Termine

  • Do., 04.06.2020

    10:00

    • Eröffnung
  • Fr., 05.06.2020 - Fr., 17.07.2020