Alte Musik · Klassik

Le Poème Harmonique


Le Roy malade

Ludwig XIV., der sogenannte «Sonnenkönig», hatte eine Rossnatur. Im Laufe seines langen Lebens absolvierte er einen wahren Spießrutenlauf durch die Hände seiner Leibärzte und wann immer er sich vom Krankenlager glorreich erhob, sangen die Künste mit neu vermehrtem Fleiß das Lob seiner Herrlichkeit. Mit einer Aufführung seines «Te Deums» in Monumentalbesetzung zollte auch Lully der allerhöchsten Rekonvaleszenz Tribut, als 1687 ganz Paris die Genesung des Monarchen von einer heiklen Operation am Anus feierte. Le Poème Harmonique präsentiert dieses solenne Werk nach einer Anzahl vornehm klagender Motetten zur Karwoche von Charpentier als hintergründiges «memento mori».

Interpreten:

Le Poème Harmonique, Ensemble
Capella Cracoviensis, Chor
Amel Brahim-Djelloul, Sopran
Claire Lefilliâtre, Sopran
Jean-François Lombard, Tenor
Jeffrey Thompson, Tenor
Benoît Arnould, Bass
Vincent Dumestre, Leitung

Programm:

Marc-Antoine Charpentier
Tristis est anima mea H 382
Sola vivebat in antris H 388
Symphonie à 3 g-moll H 529
Tenebrae factae sunt H 386
Jean-Baptiste Lully
O Lacrymae / Grand motet LWV 26
***
Te Deum LWV 55


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