Alte Musik · Klassik

Le Concert des Nations - Terpsichore


Jordi Savall dirigiert die schönsten Ballettsuiten des französischen Rokoko. Wenn die Primaballerina Marie Sallé in Paris den Saum ihres antikischen Gewandes lüpfte, hielten die Zeitgenossen den Atem an. Selbst Terpsichore, die Muse des Tanzes, hätte sich nicht anmutiger bewegen können.

Nur acht Minuten brauchte die Göttin, um alle Tanzcharaktere in einem einzigen Stück vorzuführen – dank der bezaubernden Musik von Jean-Féry Rebel. Telemann musste in Hamburg ganz ohne die schönen Beine der Sallé auskommen. Trotzdem fielen ihm zauberhafte Tänze in den Schoß – als „Tafelmusik“ für wohlbeleibte Ratsherren, nicht als „amuse gueule“ für die Gaumen der Galane von Paris.

Jean-Féry Rebel: Les Caractères de la Danse (Die Charaktere des Tanzes, 1715) / La Terpsichore (1720) / Les plaisirs champêtres (Ländliche Freuden, 1724)
Georg Philipp Telemann: Ouvertüre in G „La Bizarre”, TWV 55:G2 / Ouvertüre in B, TWV 55:B1 (aus: Tafelmusik III)


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