Hip-Hop

Lance Butters



Nicht selten heißt es bei Rappern, dass sie eine düstere Platte gemacht hätten – und dann? Wieder nur der ewiggleiche Einheitsbrei aus pseudo-melodramatischen Beats und pathosgeschwängerten Befindlichkeitstexten.

Wer Lance Butters kennt, der weiß, dass das nicht seine Sache ist. Sein zweites Album "Angst" ist wirklich dunkler Scheiß. Ein Album, das einen runterzieht wie tonnenschweres Blei. Ein Album voll Negativität. Warum? Weil Lance sie in sich trägt. Weil er kaputt ist. Weil er an allem zweifelt. Und "Angst" ist nicht nur inhaltlich, sondern auch musiklaisch durch und durch eine düstere Angelegenheit: Übersteuerte Bässe, runtergepitchte Pianoläufe und stotternde Snares laufen zu kaltklaustrophobischen Klangcollagen zusammen. Wie das neue Werk nun gelungen ist, gibt es im Dezember live zu hören!