Alte Musik · Klassik

Lachrimae


Für mich ist „Lachrimae“ als Thema eine sehr persönliche Wahl und entspricht meinem starken Hang zu melancholischen Themen, die die Grenzen von sakraler und weltlicher Musik sprengen. Wir hoffen durch unsere Auswahl von Stücken mit tragischen, erhebenden, innigen und manchmal auch blutigen Inhalten zu beweisen, dass frühbarocke Musik keineswegs ein asketisches Hörerlebnis bedeuten muss. Secco-Rezitative, Accompagnati und Arioso- Abschnitte sind noch nicht so strikt voneinander getrennt, sodass einem Sänger viel mehr Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung stehen als in den größtenteils sehr festgelegten Formen der späteren Zeit. Die Melodie verändert sich mit dem Ausdruck,
weil sie stärker mit dem Text verknüpft ist. (Anna Prohaska)

Interpreten:

Anna Prohaska (Sopran)

Simon Jones, Pablo Hernan Benedi (Violine)
Nicholas Milne (Viola da Gamba), Thomas Dunford (Laute),
Angélique Mauillon (Harfe), Jonathan Cohen (Leitung, Cembalo, Orgel)

Programm:

JOHN DOWLAND (1563 – 1626)
„Lachrimae Pavane“
„Flow my tears“

HENRY PURCELL (1659 – 1695)
„Tell me, some pitying angel“ („The Blessed Virgin Expostulation“),
„Now that the sun hath veiled his light“ („An Evening Hymn“),
Air „The Plaint: O let me weep“ aus der Masque „The Fairy Queen“,
Chaconne aus Sonata g-Moll für 2 Violinen, Violoncello und B. c.

TARQUINIO MERULA (1595 – 1665)
Canzonetta „Hor che tempo di dormire“ u. a.

FRANCESCO CAVALLI (1602 – 1676)
Arie „O più d’ogni ricchezza“ aus der Oper „Gli amori d’Apollo e di Dafne“

BENEDETTO FERRARI (um 1603 – 1681)
„Son ruinato, appassionato“
Arie „Restino imbalsamate“ aus der Oper „La Calisto“

BARBARA STROZZI (1619 – 1677)
„Che si può fare“ aus der Sammlung „Arie a voce sola“ op. 8,
„Lagrime mie“

SALOMONE ROSSI (um 1570 – um 1630)
Sonata „sopra l’aria romanesca“

DOMENICO SCARLATTI (1685 – 1757)
Sonate d-Moll für Cembalo K. 90, transkribiert für Violine und B. c.


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