Oper

La Traviata


Bei der Uraufführung 1853 im venezianischen Opernhaus La Fenice fiel La Traviata durch. Tuberkulose, der Widerstreit zwischen bürgerlicher Wohlanständigkeit und dem Flitterglanz der feinen Gesellschaft – die hier verhandelten Themen waren zum Zeitpunkt der Erscheinung des Werkes noch neu, skandalös und ungehörig auf der Opernbühne.

Sie reizten die Zensurbehörden der italienischen Kleinstaaten und stießen auch beim Publikum auf kalte Ablehnung. Doch der Siegeszug der „vom Wege Abgekommenen“ – so die wörtliche Übersetzung des Titels – ließ nicht lange auf sich warten: Heute ist La Traviata neben Rigoletto die wohl beliebteste Verdi-Oper.
Erzählt wird die Geschichte der Edelkurtisane Violetta Valéry, die aus der ebenso verruchten wie schillernden Halbwelt der Pariser Salons auszubrechen versucht, indem sie eine Beziehung mit dem aus der Provinz stammenden Alfredo Germont eingeht. Doch ihre Liebe wird sowohl vom Vater ihres Liebhabers, Giorgio Germont, torpediert, der um den guten Ruf seiner Familie fürchtet, als auch von ihrer tödlichen Krankheit, von der sie bereits zu Beginn der Oper gezeichnet ist.

Als „Walzer in drei Akten“ ist La Traviata mitunter charakterisiert worden. Doch bemerkenswert ist nicht allein die quantitative Vorherrschaft des Dreiertaktes in der Musik, sondern die unzähligen Konnotationen, die Verdi ihm abgewinnt. Im selben Rhythmus spiegeln sich Exaltation des rauschenden Festes ebenso wie beschauliches Liebesglück auf dem Land und das Scheitern des gesuchten Lebensglückes der sterbenden Titelheldin.

MUSIKALISCHE LEITUNG
Giedrė Šlekytė
REGIE
Richard Brunel
BÜHNE
Anouk Dell´Aiera
KOSTÜME
Axel Aust
LICHTDESIGN
Laurent Castaingt
CHOREINSTUDIERUNG
Günter Wallner
DRAMATURGIE
Markus Hänsel
Catherine Ailloud-Nicolas
VIOLETTA VALÉRY
Claudia Boyle
FLORA BERVOIX
Iris van Wijnen
ANNINA
Júlia Banyai
ALFREDO GERMONT
Giordano Lucà
GIORGIO GERMONT
Domenico Balzani
GASTONE
Joshua Owen Mills
BARONE DOUPHOL
Nicholas Crawley
MARCHESE D´OBIGNY
Josef Pepper
DOTTORE GRENVIL
Jisang Ryu
GIUSEPPE
Thomas Tischler
EIN DIENER FLORAS



Jihoon Kwon



Chor und Extrachor des Stadttheaters Klagenfurt



Kärntner Sinfonieorchester


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