Oper

La Straniera


Über Victor d’Arlincourts Erfolgsroman L’etrangère schrieb Vincenzo Bellini begeistert: „Das ist ein Stoff voller spannender Momente, und alle neuartig, grandios.“ Er fand darin eine Vorlage, gespickt mit extremen Charakteren in emotionalen Ausnahmesituationen, auf deren Grundlage er seine Vorstellungen der romantischen Oper weiterentwickeln konnte.

Mit La straniera gelang ihm seine radikalste Partitur. Hector Berlioz, der an italienischer Oper eigentlich wenig Freude hatte, war beeindruckt von dieser Musik, in die „tiefe Leidenschaft, schmerzliche Rührung“ und ein „Angstschrei wahnsinniger Liebe“ einkomponiert seien.

Graf Arturo ist mit Isoletta verlobt, aber er hat sich in eine geheimnisvolle Fremde verliebt, die allein im Wald lebt. Die Leute im Dorf halten sie für eine Hexe. Arturo will mit ihr fliehen, aber die Fremde verweigert es. Arturos Freund Baron Valdeburgo versucht, ihn wieder zu Isoletta zurückzuführen. Um Verständnis zu finden, bringt Arturo ihn zu der Fremden. Erstaunlicherweise begrüßen sich die Fremde und Valdeburgo mit zärtlicher Umarmung. Sofort duelliert sich Arturo eifersüchtig mit seinem Freund, dabei fällt Valdeburgo in den See. Der Ausruf der Fremden „Du hast meinen Bruder getötet!“ erklärt die innige Begrüßung. Arturo stürzt sich ebenfalls in den See, die Verzweifelte bleibt mit seinem blutigen Degen zurück. So finden sie die Dorfbewohner und beschuldigen sie des Mordes an den beiden Männern. Vor Gericht tauchen beide Opfer lebendig wieder auf und beweisen die Unschuld der Fremden. Arturo will immer noch nicht von seiner Leidenschaft für sie lassen. Am Tag seiner Hochzeit mit Isoletta flieht er vom Traualtar. Als sich nun herausstellt, dass es sich bei der Fremden um die Gemahlin des Königs von Frankreich handelt, die im Exil leben musste, ersticht sich Arturo.

Melodramma in zwei Akten (1829)

Musik von Vincenzo Bellini
Libretto von Felice Romani nach dem Roman " L´étrangère" von Charles-Victor Prévost Vicomte D´Arlincourt

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Besetzung
Musikalische Leitung Paolo Arrivabeni
Inszenierung Christof Loy
Bühne Annette Kurz
Kostüme Ursula Renzenbrink
Licht Franck Evin
Dramaturgie Thomas Jonigk
Alaide Edita Gruberova (14., 18., 22. & 26. Jänner)
Alaide Marlis Petersen (16. 24. & 28. Jänner)
Arturo, Conte di Ravenstel Dario Schmunck (14., 18., 22. & 26. Jänner)
Arturo, Conte di Ravenstel Norman Reinhardt (16., 24. & 28. Jänner)
Isoletta Theresa Kronthaler
Barone Valdeburgo Franco Vassallo
Osburgo Vladimir Dmitruk (JET)
Il Signore di Montolino Martin Snell
Il priore degli Spedalieri Stefan Cerny
Orchester ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Chor Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)


Vergangene Termine