Oper · Klassik

La Stellidaura Vendicante


Konzertante Aufführung in italienischer Sprache und altkalabrischem Dialekt.

Francesco Provenzale (~1624-1704) war der erste bekannte Komponist, Musiker und Musiklehrer aus Neapel. Er gilt als Begründer der Neapolitanischen Schule und damit als Wegbereiter von Nicola Porpora, Leonardo Vinci und Johann Adolph Hasse.

Seine einzigen überlieferten Bühnenwerke sind das dreiaktige Melodramma Lo schiavo di sua moglie (1672; Der Sklave seiner Frau) und die ebenfalls dreiaktige Oper La Stellidaura vendicante (1674). Letztere wurde 2012 durch Alessandro De Marchi bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik einem breiten Publikum präsentiert und bei harmonia mundi aufgenommen.

Die Oper hat in ihrer Handlung sowohl komische als auch tragische Elemente. Prinz Orismondo und Armidoro, Hofritter und Freund des Prinzen, sind in die schöne Stellidaura verliebt, sie erwidert die Liebe Armidoros. Die erste Begegnung als Rivalen endet für Armidoro mit einer Verletzung am Arm und ist gleichzeitig der Beginn der komischen und tollpatschigen Verwechslungen, für die der in altkalabrischem Dialekt singende Diener Orismondos, Giampetro, verantwortlich ist.

Letztlich soll Stellidaura wegen eines Mordversuchs an Orismondo vergiftet werden, es ist aber wieder Giampetro, der ihr aus Versehen (?) nur ein Schlafmittel verabreicht. Am Schluss der Oper, nachdem sich ein überraschendes Verwandtschaftsverhältnis aufgetan hat, kommt das Liebespaar Armidoro und Stellidaura noch zusammen.

Oper in drei Akten (1674)

Musik von Francesco Provenzale
Libretto von Andrea Perrucci

Konzertante Aufführung in italienischer Sprache und altkalabrischem Dialekt
Besetzung:

Musikalische Leitung Alessandro De Marchi
Stellidaura Raffaella Milanesi
Armidoro Adrian Strooper
Orismondo Carlo Vincenzo Allemano
Giampetro Luigi de Donato
Armillo Hagen Matzeit
Orchester L´Academia Montis Regalis


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