Oper · Klassik

La clemenza di Tito


Gluck sollte für Neapel zur Namensfeier König Karls III. im Jahre 1752 eine Oper „von gänzlich verschiedenem und noch nie gehörtem Stil“ schreiben. Der Komponist nahm sich diese Aufforderung zu Herzen und komponierte eine überaus modern anmutende Oper, sodass wegen einer umstrittenen Stelle der angesehene Komponist Francesco Durante zu Rate gezogen wurde, der gesagt haben soll: „Ich entscheide nicht, ob diese Note in der Regel sei oder nicht, was ich aber sagen kann ist, dass, wenn ich sie geschrieben hätte, ich mich für einen großen Mann halten würde.“

Von Vitellia aufgehetzt, steckt Sesto das Kapitol in Brand, um im Tumult Kaiser Tito zu töten. Der Anschlag misslingt. Da Sesto seine Geliebte als Anstifterin nicht nennen will, soll er im Amphitheater sterben. Doch Vitellia bekennt ihre Schuld. Tito lässt Milde walten und begnadigt beide.

Pietro Metastasios bekannter und beliebter Text war seit 1734 eine ideale Vorlage zur Huldigung eines Monarchen. Gluck ist es gelungen, den doch etwas starren, typisierenden Figuren der Vorlage neues Leben einzuhauchen. Die meisten Arien aus Glucks La clemenza di Tito zeichnet eine innige Empfindsamkeit aus, die schon auf dessen Re ormoper Alceste vorausweisen.

Dramma per musica in drei Akten (1752)

Musik von Christoph Willibald Gluck
Libretto von Pietro Metastasio

Besetzung
Musikalische Leitung Werner Ehrhardt
Tito Benjamin Bruns
Vitellia Laura Aikin
Servilia Sara Hershkowitz
Sesto Raffaella Milanesi
Publio Flavio Ferri-Benedetti
Annio Yuriy Mynenko
Orchester Orchester l´arte del mondo


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