Oper

La Bohème


Bei der Uraufführung im Februar 1896 in Turin noch zurückhaltend aufgenommen, geht "La Bohème" zwei Monate später von Palermo aus um die Welt. Das selbstgefällige Lebensgefühl der Pariser Künstlerkreise sowie das bewusste Überschreiten gesellschaftlicher Grenzen ziehen das Publikum damals wie heute in ihren Bann.

Paris im 19. Jahrhundert: In einer ärmlichen Mansarde führen vier mittellose Künstlerfreunde ein entbehrungsreiches, doch unbeschwertes Dasein. Die wunderschöne und zugleich tragische Liebesgeschichte zwischen dem Dichter Rodolfo und der an Schwindsucht erkrankten Mimi spielt in der Welt der Pariser Bohemiens. Angelehnt an das Buch „Scènes da la vie de la bohème“, vom Journalisten und Maler Henri Murger, zählt Puccinis Oper zu den Meilensteinen der klassischen Musikgeschichte und Dank ihres kurzweiligen Aufbaus zu den beliebtesten Opern überhaupt.

"Ich kenne niemanden, der das Paris dieser Zeit so gut beschrieben hat wie Puccini in La Bohème", schwärmte Claude Debussy. Und das nicht ohne Grund. Denn, obwohl schon in vorangegangenen Werken als genialer, musikalischer Kolorist seiner Zeit anerkannt, wurde Puccini erst mit dieser Oper zu dem Komponisten, der jene Übereinstimmung zwischen dem Stoff und seiner musikalischen Gestaltung erreicht, die Debussy zu solch begeisterten Äußerungen trieb.

Die Venezia Festival Opera beeindruckt mit einer faszinierenden und gefühlvollen Produktion von Puccinis Meisteroper unter der künstlerischen Gesamtleitung von Nayden Todorov, dem international gefragten Intendanten der bulgarischen Nationaloper, der 2013 mit dem begehrten Preis „Musiker des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Die Regie hat Nadia Hristo inne, deren atmosphärische Inszenierungen immer wieder begeistern.


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