Klassik

L’Orfeo Barockorchester - Zu neuen Ufern


L'Orfeo Barockorchester
Nuria Rial Sopran
Michi Gaigg Leitung

Von den Komponisten, die zu Zeugen jener Hochzeit der Künste wurden, die sich in der Mitte des 18. Jahrhunderts auszubreiten begann, waren Carl Philipp Emanuel Bach und sein Patenonkel Georg Philipp Telemann wohl diejenigen, welche den neuen Entwicklungen in der Musik mit dem größten Enthusiasmus begegneten. In Bachs Berliner Sinfonien der späten 1750er-Jahre wie auch in Telemanns Spätwerk, dem die dramatische Kantate "Info" zuzurechnen ist, treten Expressivität und innere Gefühlswelten in einer Weise miteinander in Verbindung, wie sie dem Geist der Aufklärung geradezu idealtypisch entsprechen.

L’Orfeo Barockorchester
Seit seiner Gründung an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz im Jahr 1996 hat sich das international besetzte L’Orfeo Barockorchester einen Platz unter den führenden Ensembles der Historisch informierten Aufführungspraxis erspielt. Die Synthese aus Repertoire und Pionierarbeit ist ein Markenzeichen der Konzertprogramme und CD-Einspielungen von L’Orfeo. Mit seiner Diskographie, die von der Suite des französischen Barock - einer besonderen Vorliebe des Orchesters - über die Sinfonia des musikalischen Sturm und Drang bis zur Literatur der Klassik und frühen Romantik reicht, setzt das Ensemble regelmäßig Akzente. Darunter einige Ersteinspielungen, ausgezeichnet u.a. von Diapason, Pizzicato („Supersonic Award“), Le Monde de la Musique, BBC Music Magazine, Gramophone („Editor’s Choice“), Fono Forum, Radio Österreich 1 („Pasticcio-Preis“), sowie dem Deutschen Musikpreis „Echo Klassik“ 2009.

Hohes interpretatorisches Niveau, Farbenreichtum und Klangsensibilität werden dem Orchester von Publikum und Presse immer wieder bestätigt. Ensemblegeist und die enge Bindung an seine Gründerin und Leiterin Michi Gaigg sind die Basis einer erfolgreichen künstlerischen Arbeit.

L’Orfeo begeistert auch als Opernorchester, wie zuletzt mit Betulia liberata, einer Azione sacra von Wolfgang Amadeus Mozart, zwei Vertonungen des Orpheus-Mythos, von Christoph Willibald Gluck & Georg Philipp Telemann, des letzteren im Persien des 18. Jahrhunderts angesiedelter Miriways, Joseph Haydns Die wüste Insel, Zaide von Mozart, Georg Anton Bendas Romeo und Julie oder mit einer Trilogie früher Operneinakter von Gioachino Rossini (darunter La scala di seta).
2013 realisierte L’Orfeo gemeinsam mit Götz-Friedrich-Preisträger Benjamin Schad das spartenübergreifende Bühnenprojekt „Die Kunst des Monsieur de Jélyotte“ - Suiten und Arien für Pierre Jélyotte (1713-1797) von Jean-Philippe Rameau, zeitgenössischer Tanz inklusive.

Stationen in letzter Zeit: Lucerne Festival, Beethovenfest Bonn, Salzburger Festspiele, Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Tage Alter Musik Regensburg, Telemann-Festtage Magdeburg, Schwetzinger SWR Festspiele, Festspiele Europäische Wochen Passau, Intern. Haydn Festspiele Eisenstadt, Theater an der Wien, Brucknerhaus Linz, Festspielhaus Baden-Baden, Kölner Philharmonie, Théâtre de Poissy, Theater an der Rott, Palau de la Música Catalana, Auditorio Baluarte Pamplona, Festkonzert Vatikan (Sixtinische Kapelle) u.v.a.

Opernprojekte 2014 & 2015: Pigmalion & Anacréon, zwei Actes de ballet von Jean-Philippe Rameau, sowie Die verstellte Gärtnerin (Singspielfassung der Finta giardiniera KV 196) von W. A. Mozart.


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