Alte Musik · Klassik

L’Orfeo Barockorchester, Domkantorei St. Pölten, cappella nova graz


Seit zwei Jahrzehnten gehört das L’Orfeo Barockorchester zu den markantesten Stimmen der Alten Musik.

J. Brahms, Ein deutsches Requiem Op. 45
Christina Gansch, Sopran
Stefan Zenkl, Bariton
Domkantorei St. Pölten
cappella nova graz
L’Orfeo Barockorchester
Otto Kargl, Dirigent

„Selig sind, die da Leid tragen …“ Mit diesen Worten eröffnet „Ein deutsches Requiem“, das aus dem Herzen spricht und ganz dem Trost der Lebenden gewidmet ist. Aufgewachsen in der evangelisch-lutherischen Tradition Norddeutschlands, stellte Brahms aus dem Alten und dem Neuen Testament seine eigene Auswahl zusammen und erwies sich dabei als Menschenkenner und Gottsucher zugleich. Die Musik nimmt Abschied vom Leben und eröffnet den Blick für das Kommende. Diesen Zauber spürte auch Clara Schumann, die Brahms schrieb: „… es ist ein ganz gewaltiges Stück, ergreift den ganzen Menschen in einer Weise wie wenig anderes.“ Das spirituelle Meisterwerk wird interpretiert von zwei herausragenden österreichischen Chören, dem L’Orfeo Barockorchester und einer hochkarätigen Solistenriege unter der Leitung von Otto Kargl.

L’Orfeo Barockorchester
Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört das L’Orfeo Barockorchester zu den markantesten Stimmen in der Alten Musik. Für die Neue Zürcher Zeitung besitzt das international besetzte Ensemble rund um die Orchestergründerin und Dirigentin Michi Gaigg jenen „individuellen Charakter abseits globalisierter Einheitsklanglichkeit“, der auf ein fruchtbares Zusammenwirken unterschiedlicher musikalischer Wurzeln zurückzuführen ist. Lebendigkeit des Musizierens, Kontinuität und ein Ensemblegeist, der auch große Lust auf Neues in sich trägt, sind die Basis, auf der Michi Gaigg ihre als farbenreich, klangsinnlich wie temperamentvoll beschriebene Handschrift entwickelt.

Seine umfangreiche Diskografie (34 CDs!), darunter einige Opern- und Ersteinspielungen, wurde mehrfach ausgezeichnet:
u. a. von Diapason, Le Monde de la Musique, BBC Music Magazine, Gramophone, Fono Forum, Pizzicato („Supersonic Award“), ORF Radio Österreich 1 („Pasticcio-Preis“) und mit dem Deutschen Musikpreis „Echo Klassik“.

L’Orfeo begeistert auch als Opernorchester, wie aktuell mit Georg Friedrich Händels Atalanta, von Regisseur Kobie van Rensburg als multimediales Märchen auf die Bühne gebracht (Koproduktion Händel-Festspiele Halle und donauFESTWOCHEN im Strudengau). Ebenso zählen Raritäten und Meister­werke der Bühnenkunst von Georg Philipp Telemann, Jean-Philippe Rameau, Georg Anton Benda, Christoph Willibald Gluck, W. A. Mozart und Joseph Haydn sowie eine Trilogie früher Operneinakter von Gioachino Rossini (darunter La scala di seta) zum Repertoire.

Jüngst ließ L’Orfeo unter der Leitung von Michi Gaigg mit der Aufführung aller Schubert-Sinfonien (einschließlich der dazugehörigen sinfonischen Fragmente) bei der Schubertiade Hohenems aufhorchen.

Bisherige Stationen: Salzburger Festspiele, Lucerne Festival, Beethovenfest Bonn, Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Schwetzinger SWR Festspiele, Internationale Barocktage Stift Melk, Internationale Haydn Festspiele Eisenstadt, Schubertiade Hohenems & Schwarzenberg, Tage Alter Musik Regensburg, EXPO 2015 Mailand, Festival Bach de Lausanne, Kölner Fest für Alte Musik, Int. Gluck-Opern-Festspiele Nürnberg, Mozartfest Würzburg, Palau de la Música Catalana Barcelona, Festkonzert Vatikan (Sixtinische Kapelle), Tourneen nach Frankreich, Spanien, Südafrika und Namibia, Brucknerhaus Linz, Theater an der Wien, Musikverein Wien, Wiener Konzerthaus u. v. m.

Education: Euridice Barockorchester der Anton Bruckner Privatuniversität, eine Initiative des L’Orfeo Barockorchesters – Mitglieder von L’Orfeo coachen die Probenarbeit der Studierenden in verschiedenen Instrumentalgruppen und wirken bei den Aufführungen mit.


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