Vortrag

Bewusste Eltern – Schnupper-Workshop



Expertin Margit Dechel zeigt in ihrem Workshop-Programm „Bewusste Eltern“ neue Wege im Miteinander auf – Schnupperkurs am 25. April

Trennung/Scheidung – AlleinerzieherInnen/Wochenend-Väter/-Mütter – Patchworkfamilien: ein heutzutage fast schon normaler Lebensverlauf, der Eltern wie Kinder allerdings gleichermaßen fordert und in den meisten Fällen überfordert. Margit Dechel, Expertin für familiäre Konfliktsituationen und Initiatorin von Bewusste Eltern, macht dieses Thema jetzt zu einem ihrer Schwerpunkte. In Workshops, die als individuelle Entdeckungsreise ins eigene Denken und Fühlen konzipiert sind, zeigt sie Müttern und Vätern mit Erkenntnissen aus Gehirnforschung, Psychologie und Familiendynamik neue Wege auf und bietet ihnen ein breites Spektrum an Lösungsmöglichkeiten, damit Eltern und Kinder sich im Miteinander wohl und gestärkt fühlen. Am 25. April erhalten Interessierte in der Taborstraße 78 in Wien-Leopoldstadt von 10 bis 11.30 Uhr Einblick in das Workshop-Programm.

„In einer Zeit, in der uns Medien rund um die Uhr die Krisenherde dieser Welt ins Wohnzimmer tragen, sich die wirtschaftliche und politische Lage zusehends unsicherer und gespaltener darstellt und Zukunftsängste zu permanenten Wegbegleitern werden, brauchen Kinder umso mehr das Gefühl von Geborgenheit, Sicherheit und Stabilität. Ihnen das geben zu können ist schon in einer funktionierenden Ehe oder Partnerschaft ein Drahtseilakt“, weiß Margit Dechel, die selbst Mutter eines erwachsenen Sohnes ist.

Abwertender Rosenkrieg
Was einst so schön und liebevoll als Beziehung begann, endet immer häufiger in einem emotionalen Scherbenhaufen aus Ärger, Wut und gegenseitigen Schuldzuweisungen. Der berühmte Rosenkrieg – ein Schlachtfeld mit verbalen Attacken, Vorwürfen und Abwertungen – und die Kinder mittendrin. Keiner der Beteiligten bleibt unverletzt. Die klassischen „Waffen“ in diesem Krieg sind Geld – die eher männliche Variante – und Besuchsrecht – die eher weibliche Variante. So werden Kinder oft zum „Faustpfand“ emotional verletzter Eltern, die durch die unbewusste Suche nach Ausgleich dem anderen noch ein bisschen mehr Leid zufügen möchten, als sie selbst erlitten haben, und daher immer wieder „ein Schäuferl nachlegen“.

Unfreiwillige Funktionsrollen
Fakt ist, dass Kinder immer beide Eltern lieben, völlig gleich, wer sie sind und was sie tun. Sie tragen die Gene von Mutter und Vater in sich. Abwertung und Verurteilung eines Elternteils durch den anderen ist daher für Kinder eins zu eins eine Abwertung eines Teils ihrer selbst. Das Gefühl, nicht ok zu sein, und damit einhergehende Selbstwertprobleme sind die natürliche Folge. Oft geschieht es auch, dass Kinder noch lange nach der Trennung als Spione, Geheimnisträger, gute Freunde zum Ausweinen oder Ersatzpartner instrumentalisiert werden und damit „Funktions-Rollen“ erfüllen müssen, die zwar den Erwachsenen im Streit und damit verbundenen Schmerz dienen, aber den kindlichen Bedürfnissen in keiner Weise entsprechen.

Gestärkt aus der Krise
„Das soll kein Plädoyer gegen Scheidung sein, denn es ist nicht die Trennung der Eltern an sich, die für Kinder auf längere Sicht schlimme Folgen hat. Kehrt bald danach wieder Ruhe und Frieden in das neue, wie auch immer geartete Beziehungsgefüge ein, wird dem Kind vermittelt, dass es nicht verantwortlich oder schuld ist, und achten sich die Ex-Partner als Eltern, die sie immer gemeinsam bleiben, können Kinder alles ohne Schaden verarbeiten“, betont die Bewusste-Eltern-Familienexpertin. „Wie körperliche Wunden heilen auch seelische Wunden, wenn sie behandelt, versorgt und nicht wieder aufgerissen werden. Haben die Eltern die Trennung bewältigt und mit der Paar-Beziehung abgeschlossen, können alle Beteiligten – wohin sie ihr neuer Lebensweg auch führt – sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen.“

Eine emotional verarbeitete Trennung ist die Grundlage, um entweder mit gemeinsamem Sorgerecht, als AlleinerzieherIn beziehungsweise Wochenend-Papa/-Mama oder auch im Kontext einer neuen Patchworkfamilie wieder gut für die Bedürfnisse der Kinder sowie auch die eigenen Anliegen sorgen zu können. Wenngleich auch in diesen Konstellationen schwierige Situationen vorprogrammiert sind. Bringe ich als Alleinerzieherin oder Alleinerzieher genügend Zeit für mein Kind auf? Wie erhalte ich als Wochenend-Elternteil eine innige Beziehung zu meinem Kind aufrecht? Was kann ich tun, dass mein Kind und meine neue Partnerin oder mein neuer Partner sich verstehen? Auch diesen Fragenkomplexen widmet sich Familienexpertin Margit Dechel ausführlich.

Bewusste Eltern – Schnupper-Workshop

Dienstag, 25. 4. 2017, 10 bis 11.30 Uhr
29 €
Start Workshop-Programm
Dienstag, 9. 5. 2017, 10 bis 12 Uhr

  • Di., 07.11.2017

    10:00 - 11:30

    Preis: € 29,--, Anmeldung unter www.bewusste-eltern.at

  • Do., 09.11.2017

    17:00 - 18:30

    Preis: € 29,--, Anmeldung unter www.bewusste-eltern.at