Literatur

Kurto Wendt: Das ende der Jagd


„Das Ende der Jagd“ Lesung aus dem neuen Roman von Kurto Wendt Es lesen und diskutieren: Laura Soroldoni, Heide Hammer und Kurto Wendt 22. September, 20 Uhr.

Gut zwei Jahre mussten die Fans der Figuren und Geschichten von Kurto Wendt warten, bis nun (endlich) wieder ein neuer Roman vorliegt: Das Ende der Jagd. Das Thema sind die Erben und Erbschaften in unterschiedlichem Umfang und was macht man dann eigentlich mit dem ganzen Plunder, dem vielen Geld, den Ländereien und der gesellschaftlichen Verantwortung?

Gekonnt unterhaltsam und kurzweilig erzählt Kurto Wendt, was Ronnie, Magda und Frank mit den Erkenntnissen von Thomas Piketty anstellen. Der Roman spielt in New York und Wien und auch im Weinviertel, denn der österreichische Adel hat zwar sein „von und zu“ verloren, aber der Besitz konnte erhalten und dank der traditionellen Ausbeutung vielfach vermehrt werden. Dass der reiche Erbe den Namen Schönborn trägt und der Chefredakteur der Presse Nowak heißt, weist auf die artistische Ballance zwischen fact und fiction.

Literarisch gekonnt und detailreich wird den Leser*innen vor Augen geführt, welche Formen von Armut und Reichtum sich diesseits und jenseits des Atlantiks zeigen und an welche Normalität wir uns jeweils gewöhnt haben. Es gibt bestimmt mehr als die beschriebenen Wege, um dem schönen Leben für Alle ein Stück näher zu kommen, doch hier werden Argumente geschärft und ein weites Feld für ein solidarisches Zusammen sein eröffnet.


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