Kunstausstellung · Fotografie Ausstellung

Kurt Palm - Tote Tiere


Auf seinen Reisen durch Australien, Neuseeland, Südafrika oder Thailand hat Palm seine Begegnungen mit toten Tieren fotografisch festgehalten.

Kurt Palm schreibt Romane, Essays und Drehbücher. Ab und zu dreht er auch Filme oder inszeniert Theaterstücke. Manchmal ist er darin sogar als Darsteller zu sehen. Und er fotografiert tote Tiere. Palm: „Tote Tiere erzählen viel über die Veränderungen der komplexen Beziehungen zwischen Mensch und Natur. In Tasmanien, zum Beispiel, kommt der holzverarbeitenden Industrie eine immer größere Bedeutung zu, was die Rodung riesiger Waldgebiete zur Folge hat. Dadurch werden viele Tiere gezwungen, sich neue Lebensräume zu suchen, wodurch sie zwangsläufig mit den Menschen in Konflikt geraten. Dass an einer solchen Schnittstelle zwischen Natur und Zivilisation die Tiere im wahrsten Sinn des Wortes auf der Strecke bleiben, liegt auf der Hand. Überfahrene Kängurus, Possums, Echsen oder Schlangen sind also auch ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Mensch immer weiter in jene Räume vordringt, die bisher diesen Tieren vorbehalten waren.“

Neben exotischen Tieren wie Wallabys, Possums oder Pukekos, hat Palm tote Tiere auch in Österreich fotografiert. In der Ausstellung sind also auch überfahrene Katzen, Igel oder Marder zu sehen. Romantische Gedanken über die Vergänglichkeit des Lebens kommen beim Betrachten dieser Bilder erst gar nicht auf. „Die Dinge sind viel banaler“, sagt Palm: „Die Tiere waren zum falschen Zeitpunkt schlicht und einfach am falschen Ort.“
Kurt Palm, geb. 1955 in Vöcklabruck, lebt als Autor und Regisseur in Wien.

Geöffnet Montag und Donnerstag 13:00 - 19:00 Uhr

"Irgendwann habe ich mir gedacht: Wenn ich Tiere fotografieren will, muss ich eben warten bis eines tot umfällt." Kurt Palms Bilder sind derzeit in der Galerie Lumina zu sehen. Wir haben ihn zum Gespräch getroffen:
http://kurier.at/kultur/fotografie/kurt-palm-auf-der-strecke-geblieben/62.855.306



Vergangene Termine