Literatur · Film

Kurt Palm - Kafka, Kiffer und Chaoten


Anschließend Franz Schuh und Kurt Palm im Gespräch

Die Idee wird in einer Haschischwolke geboren: Weil fünf nicht mehr ganz taufrische Studenten (3 m, 2 w) keine Lust haben, eine Seminararbeit über Franz Kafkas "Landarzt" zu schreiben, beschließen sie kurzerhand, diese Erzählung zu verfilmen. Und zwar in Sizilien, wo sie ihren Campingurlaub schon längst gebucht haben. Fachmännisch unterstützt werden sie von ein paar skurrilen Typen der Wiener Filmszene. Zur allgemeinen Überraschung gelingt es ihnen sogar, Franz Kafka für eine Nebenrolle zu gewinnen.

Kafka, Kiffer und Chaoten ist eine Mischung aus abgefahrenem Roadmovie und durchgeknallter Künstler-Satire, angereichert mit Animationen, Videoclips und Musicaleinlagen. Ganz nebenbei bekommt Franz Kafka auch noch die Gelegenheit, seine Biographie zu revidieren, und kann endlich einmal rundum glücklich sein.

Mit Karin Yoko Jochum, Max Mayer, Julia Jelinek, Aurel von Arx, Tim Breyvogel, Hubsi Kramar, Florentin Groll, Steffen Höld, Christian Strasser u.v.a. Und mit Franz Schuh in einer Gastrolle. Österreich 2014, 88 Min.

Kurt Palm, 1955 in Vöcklabruck geb.. Studium der Germanistik und Publizistik in Salzburg. Dr. phil. Seit 1983 als Autor und Regisseur tätig. Schrieb Bücher über Bertolt Brecht, Adalbert Stifter, James Joyce, Wolfgang Amadeus Mozart, Fußball und Palmsamstage. Drehte einige Kinofilme und inszenierte zahlreiche Opern und Theaterstücke im In- und Ausland. Er lebt in Wien und Litzlberg am Attersee. Für Bad Fucking erhielt er den Friedrich-Glauser-Preis 2011 für den besten deutschsprachigen Krimi.

Franz Schuh, 1947 in Wien geb.. Buchautor, Kritiker und Kolumnist. Zahlreiche Auszeichnungen. Veröffentlichungen, u. a.: Schreibkräfte. Über Literatur, Glück und Unglück (DuMont, 2000), Ein Interview gegen mich selbst (Zsolnay, 2008), Der Krückenkaktus (Zolnay, 2011).


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