Fotografie Ausstellung · Führung

Kuratorinnenführung Carlo Naya (1816 - 1882)


Carlo Naya (Tronzano Vercellese bei Turin 1816 – 1882 Venedig) war einer der herausragenden Kunst-, Reise- und Architekturfotografen des 19. Jahrhunderts.

Seine Aufnahmen der Stadt Venedig mit ihren Palästen, Plätzen und Sehenswürdigkeiten prägten jahrzehntelang das Bild der Stadt. 1857 eröffnete Naya in Venedig sein erstes Studio; 1868 konnte er an den Markusplatz umziehen. Sein Geschäft erstreckte sich später über fünf Häuser und er hatte etwa 20 Mitarbeiter. Das Kupferstichkabinett verwahrt fast 100 Abzüge Nayas zu Gebäuden und Kunstwerken in Venedig. Diese Aufnahmen wurden am Ende des 19. Jahrhunderts der Wiener Akademie geschenkt und dienten den Studierenden – so wie der Großteil der etwa 22 000 Abzüge umfassenden Fotografie-Sammlung – als Anschauungsmaterial. Nayas Venedig-Fotografien sind Meisterwerke der Architekturfotografie. Besonders pittoresk sind die kolorierten Venedig-Ansichten, die aufgrund der dick aufgetragenen Farbe teilweise nur noch schwer als Fotografien zu erkennen sind.

Der überwiegende Teil der Fotografien von Carlo Naya gibt Fresken und Gemälde wieder. Sein Verkaufskatalog enthält
zu zwei Dritteln Fotografien nach Kunstwerken. Auch der Bestand im Kupferstichkabinett entspricht dem. Die Ausstellung legt dennoch den Schwerpunkt auf die beeindruckenden, großformatigen Ansichten vom Diese erste, ausschließlich der Fotografie gewidmete Kabinettausstellung gewährt Einblicke in den dritten (neben der Zeichnung und Druckgraphik) großen, aber bislang kaum beleuchteten Sammlungsbereich.


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