Jazz

Kroke


Die drei exzellenten Instrumentalisten des polnischen Trios Kroke sprengen den Rahmen traditioneller Klezmer-Musik mit einer Leidenschaft und Spielfreude, die sich unmittelbar auf den Hörer überträgt! Ihre musikalische Identität liegt in der jiddischen Folklore-Tradition. Zusätzlich bauen sie Jazz- und Klassik-Elemente ein, ohne jedoch ihre Wurzeln zu verlieren. Ihre Stücke sind Zuhör- und Ereignismusik - wer lauscht, dem werden Geschichten erzählt!
Anfangs spielten Kroke nur in Clubs und Galerien des Krakauer Stadtteils Kazimierz. Während der Dreharbeiten zum Film „Schindler’s Liste“ wurde Steven Spielberg auf die Band aufmerksam und lud Kroke spontan zu einem Konzert nach Israel ein. Inzwischen traten Kroke bei Musikfestspielen in ganz Europa, u. a. neben Ravi Shankar, Bustan Abraham, The Klezmatics, Van Morrison und Giora Feidman, auf.
Mittlerweile haben Kroke 9 Alben herausgebracht und auf namhaften Festivals, wie unter anderen dem "North Sea Jazz Festival" und dem "Womad" gespielt. Aufsehenerregende Kooperationen mit Künstlern wie Nigel Kennedy oder Peter Gabriel und Auszeichnungen wie der „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ (2000) verschafften Kroke vor allem in Deutschland und Polen eine enorme Popularität.

"Cabaret of Death" (VÖ Früjahr 2015) ist keine "normale" Kroke-CD, sondern das Resultat einer Zusammenarbeit mit dem polnischen Produzenten Adam Kwieciński, zu dessen Filmprojekt Kroke die gesamte Musik komponiert, arrangiert und eingespielt haben. Es ist aber auch nicht einfach der Soundtrack des Films. Kroke haben die ursprünglichen Studioaufnahmen neu zusammengestellt, durch neue Aufnahmen ergänzt und so ein eigenständiges Werk geschaffen, das sich zwar auf den Film bezieht, aber in erster Linie Krokes Auseinandersetzung mit dem Thema widerspiegelt.
Cabaret of Death ist ein halbdokumentarischer Film, der sich mit den Protagonisten der von den Nazis geduldeten bzw. geförderten Unterhaltungskultur in den Konzentrationslagern auseinandersetzt. Er enthält neben Interviews auch Originalaufnahmen und Spielszenen (Regie: Andrzej Celiński, Polen 2012-2014).


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