Kunstausstellung

Kritische Kunst zwischen Ost und West. Systemkritische Werke zur UDSSR von Gabriel Glikman.


Der russisch-jüdische Maler, Grafiker und Bildhauer Gabriel Glikman (1913-2003) atmete in Witebsk im Kreise von Chagall und Malewitsch jene Freiheit, die ihn Jahre später über Wien ins Münchner Exil führte. Sein Leningrader Atelier avancierte zum Treffpunkt bekannter Theaterleute, Musiker, Schriftsteller und Diplomaten, durch die Glikman Zeit seines Lebens im sowjetischen Russland Schaffenskraft und Inspiration schöpfte.

Ein einziger Versuch seine Gemälde in Leningrad auszustellen, wurde bereits nach drei Tagen auf Anordnung der sowjetischen Regierung 1967 geschlossen. Glikmans Gedankenwelt, seine Philosophie und seine Kunst blieben dem sowjetischen Regime mit den ideologischen Vorgaben des Sozialistischen Realismus fremd. Als ideologisch "Subversiver" gebrandmarkt, widmete sich Glikman der Malerei fortan im Verborgenen und entzog sich der offiziellen Kunstdoktrin durch die Flucht in die innere Emigration. Nach zehnjähriger Wartezeit konnte die Familie Glikman 1980 schlussendlich in den Westen ausreisen, wo Glikman bis zu seinem Tod 2003 in seinem Münchner Atelier im Arabellapark wirkte.


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