Alte Musik · Theater

Kriemhild erzählt: Das Nibelungenlied


Einst zog Kriemhild mit ihrer Gefolgschaft durch das Donautal hin zu Etzels Hof. Ihre Brüder, angeführt von dem düsteren Hagen folgten ihr Jahre später von Worms am Rhein durch Deutschland, die Donau entlang bis nach Esztergom in Ungarn, wo König Etzels Burg gewesen sein soll.
So steht es im über 800 Jahre alten Nibelungenlied, welches an diesem Abend gesungen und gespielt wird von zwei Spielleuten nach einer uralten Melodie.

Die Schauspielerin Barbara Horvath schlüpft in die Figur der Kriemhild: eine starke Frau, die sich in einer Männerwelt behaupten muss. Und sie wirft einen kritischen Blick auf die scheinbaren Heroen: Siegfried, den größten Helden seiner Zeit, einen Haudrauf, der in Wahrheit zu gutmütig und harmlos für diese Welt ist. Gunther, den Burgunderkönig – obwohl im Bett bei seiner Frau eine Niete, ein Playboy und Dandy erster Ordnung. Ja und da ist dann auch noch Hagen, Kriemhilds finsterer Gegenspieler. Aus Zuneigung zwischen den beiden wird Hass, tödlicher Hass...

Eine spannende Reise in einen Mythos, der eng mit unserer Heimat verwoben ist.

Die Spielleute:
Manfred Hartl – Sänger und gotische Schoßharfe
Michael Vereno – Kobos (Rumänische Bauernlaute) und Rebec (Urform der Geige)

Konzept und Prosatexte: Manfred Hartl
Übersetzung des Nibelungenliedes: Karl Simrock, dem heutigen Sprachgebrauch angepasst von Manfred Hartl

Dieses Programm wird am 26. September in der "Villino da Tino" in Mauterheim 5, und im Herbst bei "Wachau in Echtzeit" aufgeführt.


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