Theater

Krieg. Stell dir vor, er wäre hier


Ein mobiles Stück zum Thema Flucht für Menschen ab 14 Jahren.

Krieg ist überall und immer. Krieg zeigt sich nicht nur in Form von Soldaten in Uniform, Panzern und Raketen. Krieg bedeutet auch Vorurteile, Neid, Missgunst, Hass, Ausbeutung, Zerstörung von Lebensgrundlagen und Umweltzerstörung. Auch unser vermeintlicher Frieden basiert auf der weltweiten Unterdrückung von Menschen und der Ausbeutung von Ressourcen. Krieg ist nie nur der Krieg der Anderen. Krieg entsteht in uns - in jeder/m einzelnen von uns. Wir leben in sozial konstruierten Wirklichkeiten - in unserer Normalität. Normalität basiert auf Zusammengehörigkeit udn Abgrenzung. Wird unsere Normalität durch eine andere Normalität gestört, bekommen wir es mit der Angst zu tun, reagieren mit Abneigung bis hin zu offener Gewalt.

Damit dies nicht so ist, sollten wir immer die eigene Normalität hinterfragen und mit Neugierde und Respekt fremde Normalitäten entdecken und wahrnehmen.

Die Schriftstellerin Janne Teller hat bereits 2001 einen Text veröffentlicht, der sich gerade an Jugendliche richtet um sie für die Lebensrealitäten von jungen Kriegsflüchtlingen in Europa zu sensibilisieren. Wenn bei uns Krieg wäre - wohin würdest du gehen? Mit dieser fiktiven Frage verdreht Teller die aktuelle Situation 100 000er Menschen auf der Flucht vor Krieg, Ausbeutung und Verfolgung hin zu einer Imagination: Wie würde unser Leben aussehen, wenn hier Krieg wäre.

In der gemeinschaftlichen Bühnenadaption des Theater WalTzwerk und dem Odeon Theater wird diese Vorstellung auf die grundlegendste Frage zurückgeworfen: Wie entsteht Krieg? Wo liegen in uns Wurzeln für Diskriminierung, Ausgrenzung und Aggression? Und: Was können wir tun um Konflikte und in Stein gemeisselte Realitäten zu vermeiden?

SCHAUSPIEL Sarah Rebecca Kühl
REGIE Ivana Rauchmann
MUSIK Mathias Krispin Bucher
AUSSTATTUNG Ivana Rauchmann / Sarah Rebecca Kühl

BÜHNE/ DRAMATURGIE Valentin Jahn


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