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Krieg gegen Kinder


Fotografien, Installationen und Fundstücke: Die Ausstellung beleuchtet die institutionalisierte Gewalt gegen Kinder in den Wiener Erziehungsheimen.

Die gezeigten Arbeiten haben einen besonderen Fokus auf das ehemalige Kinderheim "Hohe Warte" in Wien. Der derzeitige desolate Zustand des Bauwerks wird in zahlreichen Fotoarbeiten belegt und mit Installationen ergänzt. In Kombination mit Zitaten ehemaliger Heimbewohner und Passagen aus dem Bericht der HistorikerInnenkommission ist "Krieg gegen Kinder" zugleich Beweisaufnahme als auch Interpretation. Die künstlerischen Arbeiten beziehen Position zur damals gängigen Praxis der Verschleierung von Fakten und den Systematiken einer "totalen Institution". Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf ein Gedicht von Peter Ruzsicska, welcher selbst in städtischer Kontrolle und Betreuung aufgewachsen ist.

Im Zuge der künstlerisch-wissenschaftlichen Recherche kam es zu einer intensiven Zusammenarbeit mit ehemaligen Bewohnern des "unheimlichen Schloss Bubenheim", wie die "Hohe Warte" auch bezeichnet wurde. Als sichtbares Ergebnis dieser Kooperation werden einige ausgesuchte künstlerische Arbeiten von Betroffenen in der Ausstellung Platz finden. Ergänzend leistet die Ausstellung auch Vermittlungsarbeit: Bücher, Zeitungsberichte und Videos erlauben den Besuchern, sich eingehender mit der Thematik auseinanderzusetzen.

KünstlerInnen: Isabel Fröschl, David Kurz, Michaela Putz, Florian Steiner
Mit ausgewählten Werken von: Brigitte Lunzer-Rieder, Helmut Oberhauser, Michael Tfirst, Peter Ruzsicska


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