Theater

Krähe und Bär


In seinem klugen und vielschichtigen Stück ergründet der preisgekrönte Autor Martin Baltscheit die Frage, ob ein sicheres Leben mit Grenzen einhergehen und notwendigerweise unfrei sein muss.

Ein Bär im Zoo und eine Krähe in Freiheit. Der Bär dreht Tag für Tag seine Runden im Käfig und träumt von der weiten Welt. Die Krähe kommt immer wieder bei ihm vorbei, weil der Bär drei volle Mahlzeiten am Tag serviert bekommt, in der Hoffnung, etwas abzubekommen. Ein ungleiches Paar, das über Umwege und mit einigen Anfangsschwierigkeiten zu Freunden wird. Der Bär teilt sein Essen und die Krähe berichtet von fremden Ländern. Sie träumt von einem geregelten Leben und er von der Freiheit. Eines Nachts erfahren sie von der Schlange ein Geheimnis: Sie können mit Hilfe ihres Giftes die Körper tauschen. Gesagt, getan:
Die Krähe lebt ab sofort mit drei Mahlzeiten am Tag im Bärenkäfig und der Bär kann sich endlich in die Lüfte erheben und die weite Welt ansehen. Doch nun ist die Krähe im Körper des Bären im Käfig eingesperrt und führt zwar ein ruhiges und sattes, aber dafür langweiliges Leben. Der Bär, im Körper der Krähe, sieht sich mit einigen Problemen der Freiheit konfrontiert und muss lernen, dass draußen das Recht des Stärkeren zählt.

In seinem klugen und vielschichtigen Stück ergründet der preisgekrönte Autor Martin Baltscheit die Frage, ob ein sicheres Leben mit Grenzen einhergehen und notwendigerweise unfrei sein muss. Und ob die „große Freiheit" nicht auch eine Freiheit mit Pferdefuß sein kann, da sie manchmal am Recht des Stärkeren endet. Am Ende teilen Krähe und Bär das Leben miteinander - in einer freien Entscheidung und mit Vollpension!

Autor: Martin Baltscheit | Regie: Julia Burger | Bühne, Kostüm: Nora Pierer | Dramaturgie: Marianne Artmann | Licht: Ines Wessely | Regieassistenz: Fidelis Hochstetter | Aufführungsrechte: Verlag für Kindertheater Weitendorf GmbH, Hamburg | Spiel: Viviane Podlich, Sven Kaschte


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