Klassik

Konzerthausorchester Berlin


Programm:

SERGEI PROKOFJEW Auszüge aus den symphonischen Suiten des Balletts Cinderella'

SERGEI PROKOFJEW Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll, op. 16

JOSEPH HAYDN Symphonie Nr. 104 D-Dur, Hob. I:104 ‘Salomon’

Zuletzt gastierte das Konzerthausorchester Berlin im April 2011 unter der Leitung von Lothar Zagrosek bei der Salzburger Kulturvereinigung. Bei den Gastspielen im Februar 2015 steht mit Michael Sanderling der derzeitige Chefdirigent der Dresdner Philharmonie am Pult des Klangkörpers aus Berlin. Das Freitags-Konzert wird mit der Symphonie Classique und dem zweiten Klavierkonzert von Sergei Prokofjew eröffnet. Ersteres ist ein Werk, das der Komponist noch als Student in Angriff nahm, das aber bereits das ganze Ausdrucksspektrum des Komponisten umfasst. Während des Ersten Weltkrieges ging die ursprüngliche Partitur verloren, vermutlich verbrannte sie. Prokofjew sah sich später dazu gezwungen, eine neue Orchestrierung zu verfassen, die in Paris erstmals gespielt wurde. Bei der Symphonie Classique handelt es sich um eine der amüsantesten Fälschungen der Musikgeschichte. Prokofjew hat die Musik Joseph Haydns bereits auf dem Konservatorium schätzen gelernt und fasste den Entschluss, eine Sinfonie nach der Art Haydns zu komponieren. Das Ergebnis ist tatsächlich eine Sinfonie, die fast wie Haydn klingt – aber eben nur fast. Überall baut Prokofjew kleine Fußangeln ein, plötzliche harmonische Wendungen, falsche Schlüsse, irreguläre Rhythmen. Immer wenn der Hörer sich auf sicherem Terrain fühlt, wird er auf liebenswürdige Weise aufs Glatteis geführt. Mit der sechsten der in London komponierten und insgesamt 104. Symphonie erklingt nach der Pause jedoch Musik des ‚echten‘ Joseph Haydn. Über seine Werke bemerkte Johann Wolfgang von Goethe: ‚Diese seine Werke sind eine ideale Sprache der Wahrheit, in ihren Teilen notwendig zusammenhängend und lebendig


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