Klassik

Konzerthaus Orchester Berlin & Eliahu Inbal


Bruckners Sinfonien VII

„Neben der ‚Fünften‘ gehört die VIII. Symphonie zu den allererstaunlichsten Schöpfungen nicht nur Bruckners, sondern der ganzen symphonischen Weltliteratur; mit Recht wurde sie ‚die Krone der Musik des 19. Jahrhunderts‘ genannt.“ Das Urteil gilt der 1892 uraufgeführten Zweitfassung des Werks, wohingegen es noch bis 1973 dauern sollte, ehe die Urfassung zur Erstaufführung kam. Diese hatte Bruckner nach ihrer Fertigstellung an den Dirigenten Hermann Levi geschickt, der ratlos vor der Riesenpartitur stand und zu einer Umarbeitung riet, die der tief getroffene Komponist schließlich auch vornahm.

Mit keiner anderen Revision hat Bruckner eine seiner Sinfonien einschneidender verändert, denn während die „Fassung 1890“ den langen Weg vom c-Moll des Beginns zum C-Dur des Schlusses als „mühsam errungenen sinfonischen Triumph“ inszeniert, ist das wiederholte Erreichen eines strahlenden C-Dur in der „Fassung 1887“ nicht „Gegenstand eines zähen Kampfs, sondern einer mit Feierlichkeit zelebrierten Gewissheit“. Nach 20 Jahren kehrt mit Eliahu Inbal einer der großen Bruckner-Dirigenten ins Brucknerhaus zurück, der Anfang der 1980er-Jahre im Rahmen eines Bruckner-Zyklus mit dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt inzwischen legendäre Weltersteinspielungen der Urfassungen der Sinfonien Nr. 3, 4 und 8 vorgelegt hat.


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