Klassik

Kontraste - Chorkonzert der Grazer Keplerspatzen


In ihrem Frühjahrskonzert im Minoritensaal in Graz sorgen die Grazer Keplerspatzen für einen musikalischen Abend voller Überraschungen. Unter dem Motto Kontraste stellen sie jeweils zwei Stücke einander gegenüber, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und doch gerade deshalb zueinander gehören – ein musikalisches Paradoxon, dessen Auflösung sich mehr als hören lässt. Und mittendrin mischen sich die Nachwuchsspatzen, die sich in ihrer Feuerprobe das erste Mal ihrem Publikum stellen.

Nach einer Einleitung von keinem geringeren als Ludwig van Beethoven (Freude schöner Götterfunken) sehnen sich Heinrich Schütz (Verleih uns Frieden genädiglich) und Friedrich Cerha (Bekenntnis) auf je eigene Art und Weise nach Frieden. Es folgen ein Madrigal der Renaissance (Hans Leo Hassler Im kühlen Maien), kommentiert durch ein Dadadrigal der Modern (Anselm Schaufler Schnuppe). Nach einem Rückgriff auf das Thema Friede (Karl Jenkins Fanfara), diesmal kontrastiert mit Zerstörung (Rudolf Mauersberger Wie liegt die Stadt so wüst), muss sich Schuberts Das Dörfchen gegen die Großstadt New York, New York (John Kander) behaupten.

Gleich zu Beginn des zweiten Teils wollen es die Nachwuchsspatzen endlich wissen: Rumpelstilzchen (Ingo Bredenbach Neues vom Rumpelstilzchen) oder Sandmännchen (Heino Gaze La-Le-Lu), Der Weihnachtsmann tanzt Rumba versus Osterhasenschokoladentwist (Peter Schindler). Wie auch immer diese Duelle ausgehen, so folgt zum Glück auf jede Nacht (Morten Lauridsen Sure On This Shining Night) auch ein Tag (Morning Has Broken), wie nach Liebesschmerz (Franz Schubert Wehmut) bereits das nächste Abenteuer (Julius Dixon & Beverly Ross Lollipop) wartet. Ab nach Hause geht es dann entweder per Eisenbahn (Johann Straß Vergnügungszug) oder Flugzeug (John Rutter The heavenly aeroplane).

Es singen die Grazer Keplerspatzen unter der Leitung von Ulrich Höhs, am Klavier begleitet von Zhao Lei.


Vergangene Termine