Kunstausstellung

Kontinuität und Brüche - Wege der Neuen Malerei der 80er-Jahre


Museum Liaunig

9155 Neuhaus, Neuhaus 41

Fr., 02.06.2017 - So., 29.10.2017

Mo: Geschlossen
Di: Geschlossen
Mi: 10:00 - 18:00 Uhr
Do: 10:00 - 18:00 Uhr
Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
Sa: 10:00 - 18:00 Uhr
So: 10:00 - 18:00 Uhr

Die Hauptausstellung 2017 im Museum Liaunig ist den Künstlern der „Neuen Malerei“ der 1980er-Jahre gewidmet und zeigt Kontinuitäten, aber auch Brüche in der Entwicklung dieser für die jüngere österreichische Kunstgeschichte einflussreichen Künstlergeneration auf.

"Kontinuität und Brüche – Wege der Neuen Malerei der 80er-Jahre"

Die von Günther Holler-Schuster kuratierte Ausstellung ist wieder aus den ständig wachsenden Sammlungsbeständen des Museum Liaunig zusammengestellt, ergänzt durch Leihgaben der Künstler und der Neuen Galerie Graz am Universalmuseum Joanneum. Die Malerei der „Neuen Wilden“ ist ein wesentlicher Aspekt der österreichischen Gegenwartskunst, weshalb sich zahlreiche charakteristische Beispiele in der Sammlung Liaunig finden, sie lässt sich jedoch nicht letztgültig beschreiben beziehungsweise eingrenzen. Diese als neu empfundene, meist figurativ-expressive Malerei, die sich Anfang der 1980er-Jahre international ausprägte, wurde vom Deutschen Kunsthistoriker Wolfgang Becker in eher abwertender Absicht unter dem Begriff „Neue Wilde“ zusammengefasst. In Italien („Transavanguardia“, später „Arte Chiffra“), in Deutschland („Junge Wilde“ oder „Heftige Malerei“) und in Österreich („Neue Malerei“) entstand fast zeitgleich dieses „neue“ Bewusstsein innerhalb der Malerei als Reaktion junger Künstler auf die vorherige Generation (Minimalismus, Concept art). Ausgehend von der Vielfalt der einzelnen Positionen mit sowohl figurativen als auch abstrakten Tendenzen, den unterschiedlichen Zugängen und Entwicklungsverläufen führte das zu höchst eigenständigen künstlerischen Karrieren der in den 1980ern der „Neuen Malerei“ zugeschriebenen Künstler.
So finden in dieser Ausstellung auch unabhängige Außenseiter und Künstler, die im Kontext der „Neuen Malerei“ erwähnt oder ausgestellt wurden, ihren Platz. Die weitgefasste Auswahl der vielfältigen künstlerischen Positionen, deren individuelle und autonome Entfaltung in einem immer breiter werdendem Spektrum bildnerischer Möglichkeiten bildet Günther Holler-Schuster mit Arbeiten von Siegfried Anzinger, Erwin Bohatsch, Herbert Brandl, Gunter Damisch, Josef Danner, Jakob Gasteiger, Franz Graf, Josef Kern, Michael Kienzer, Alfred Klinkan, Peter Kogler, Brigitte Kowanz, Hans Kupelwieser, Alois Mosbacher, Fritz Panzer, Ferdinand Penker, Hannes Priesch, Gerwald Rockenschaub, Hubert Scheibl, Roman Scheidl, Hubert Schmalix, Thomas Stimm, Walter Vopava, Manfred Wakolbinger, Turi Werkner, Franz West, Erwin Wurm, Franz Yang-Močnik und Otto Zitko ab.

Im Grafiktrakt des Museum Liaunig wird das malerische Frühwerk, beginnend in den 1970er-Jahren, gezeigt, das fließend zu den Werken der Hochphase der „Neuen Malerei“ in den 1980er-Jahre auf der Nordseite übergeht. Auf der Südseite des langgezogenen Hauptausstellungstraktes finden Arbeiten aus der Zeit nach der „Neuen Malerei“ bis in die Gegenwart ihren Platz. Es ist der Versuch, das breite Panorama der österreichischen Kunst in diesem Zeitraum abzubilden und größere Zusammenhänge darzustellen.

Museum Liaunig
30. April bis 29. Oktober 2017
Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr