Theater

Kötter/Seidl: Ökonomien des Handelns


Erst das Geld, dann das Gesetz und schließlich – die Liebe. Seit 2013 arbeiten der Komponist Hannes Seidl und der Film- und Videokünstler Daniel Kötter an ihrer Trilogie Ökonomien des Handelns.

Sie bringen Elemente von Dokumentarfilm und zeitgenössischer Musik zusammen auf die Bühne, um, überraschend theatral, die immateriellen Bedingungen sozialen Handelns zu untersuchen. Im brut wird in Kooperation mit dem Festival Wien Modern erstmals die komplette Trilogie dieser experimentellen Performancereihe gezeigt.

In der ersten Folge, KREDIT, wenden sich Kötter und Seidl der Ökonomie des Handelns im Hinblick auf das Finanzsystem zu, symbolisiert durch den Berufsstand des Bankers. Der zweite Teil, RECHT, behandelt die Frage, wie Raumordnungen und Grenzen die Rechtsordnung bedingen. Abgeschlossen wird die Trilogie durch die Arbeit LIEBE, die in Koproduktion mit brut entsteht und hier die österreichische Erstaufführung feiert. Im Zentrum von LIEBE steht nicht die romantische Zweierbeziehung, sondern Liebe als gesellschaftliche Bindekraft, die sich weder über ökonomische Zusammenhänge noch über eine verbindliche Gesetzgebung herstellen lässt. Mittels filmischen Materials, Livevertonung und experimenteller Instrumente entwickeln sich die Teile einzeln und in Verbindung zu einer musiktheatralen Gesamtkomposition.


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