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Klassik

Koehne Quartett, Ensemble Lux, Minetti Quartett & Medici Quartet


Vier Streichquartette vereinigen sich zur musikalischen Meditation über die unzerstörbare Essenz des Geistes und gleichzeitig über das Sterben.

Programm:

Koehne Quartett

Alfred Schnittke: 2. Streichquartett (1980)

Joanna Lewis, Anne Harvey-Nagl (Violine)
Lena Fankhauser (Viola)
Melissa Coleman (Violoncello)

Ensemble Lux

Sofia Gubaidulina: 3. Streichquartett (1987)

Louise Chisson, Thomas Wally (Violine)
Nora Romanoff-Schwarzberg (Viola)
Mara Kronick (Violoncello)

Minetti Quartett

Anton Webern: 6 Bagatellen für Streichquartett , Op. 9 (1913)

Maria Ehmer, Anna Knopp (Violine)
Milan Milojicic (Viola), Leonhard Roczek (Violoncello)

Medici Quartet

John Tavener: SCATTER ROSES OVER MY TEARS (UA)

Paul Robertson, Cathy Thompson (Violine), Ivo-Jan van der Werff (Viola), Anthony Lewis (Violoncello)

Auftragswerk des Osterfestivals IMAGO DEI in Kooperation mit Cheltenham Music Festival & Harrogate Festival

„Wie ein Geschenk strömte es durch mich hindurch“, empfing der englische Komponist Sir John Tavener die Musik über die vier Stadien des Seins nach der indischen Lehre des Vedanta. „Towards Silence“: Vier Streichquartette vereinigen sich zur musikalischen Meditation über die unzerstörbare Essenz des Geistes und gleichzeitig über das Sterben. Für Tavener, der seinen Glauben in der presbyterianischen und der russisch-orthodoxen Kirche, im Hinduismus und im Buddhismus stärkte, war „fast jedes meiner Stücke in gewisser Weise ein Blick auf den Tod in unterschiedlichem Licht“. Und weiter darüber hinaus in das Jenseits.

Unsichtbar für das Publikum postiert, erfüllen die vier Streichquartette den „spirituellen Raum mit einem Klang wie hernieder schwebend aus einem ätherischen Reich“, beschreibt der mit Tavener befreundete Geiger des Medici Quartet, Paul Robertson, die Wirkung der Komposition.

Durch die Stadien des Vaishvanara (Wachzustand), Taijasa (Traumzustand), Prajna (tiefe Weisheit im Zustand des Gleichgewichts von Körper und Geist) und Turija (Zustand der Erleuchtung) führt der musikalische Pfad in das Jenseits allen Denkens und Wissens, dorthin, wo unaussprechlicher Frieden herrscht. In das Paradies.

Auf die Meditation für 64 Saiten und eine tibetanische Klangschale wird mit vier Streichquartetten vorbereitet.

Das Koehne Quartett spielt Schnittkes 2. Quartett, eine auf russisch-orthodoxen Chorälen aufgebaute Trauermusik. Das Ensemble Lux verwandelt in Gubaidulinas 3. Quartett die geistigen Auseinandersetzungen des Lebens in hymnische Botschaften.

Das Minetti Quartett kommt mit Anton Weberns auf das Allerwesentlichste konzentrierten „Bagatellen“ dem Unaussprechlichen ganz nahe. Das Medici Quartet widmet sich der Uraufführung des letzten Werkes von John Tavener, der im November 2013 verstarb. Das Streichquartett „Scatter Roses over my Tears“ ist eine Meditation über einen Vers des Sufi-Dichters Rumi.

Begleitprogramm:

18:30 Podiumsgespräch

Auf 64 Saiten in das Paradies
Paul Robertson (Medici Quartet)
Joanna Lewis (Koehne Quartett)
Thomas Wally (Ensemble Lux)
Leonhard Roczek (Minetti Quartett)
Rainer Lepuschitz (Moderation


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