Alte Musik · Klassik

Klingende Porträts


Als „Flaggschiff der Wunder“ wurde Innsbruck im 16. Jahrhundert bezeichnet.Eines dieser Wunder stellen die 1660 publizierten Sonaten für Violine und Basso continuo des Innsbrucker Hofmusikers Giovanni Antonio Pandolfi Mealli dar.

Sie gelten als ein herausragendes Exempel für den damals verbreiteten „Stylus Phantasticus“, Musik, die den Interpreten zu kunst- und gefühlvollen Ausschmückungen anregt. In den Werktiteln finden sich Hinweise auf Musikerkollegen, die Pandolfi Mealli mit Tönen und Akkorden porträtierte: in der Sonate „La Castella“ den in Innsbruck wirkenden Organisten und Hofkaplan Antonio Castelli, mit „La Sabbatina“ den in der Innsbrucker Hofkapelle spielenden Geigenvirtuosen Giulio Pompeo Sabbatini, in „La Viviana“ den ebenfalls am Innsbrucker Hof tätigen Komponisten und Geiger Giovanni Buonaventura Viviani und mit „La Bernabea“ vermutlich den späteren Münchner Hofkapellmeister Ercoli Bernabei.

Interpreten:

Dorothee Oberlinger (Flöte), Hiro Kurosaki (Violine), Marco Testori (Violoncello), Florian Birsak (Cembalo)

Programm:

DARIO CASTELLO (vor 1600 – um 1658)
Sonata 12 a-Moll aus „Sonate concertate in stilo moderno“, 2. Buch

JOHANN JAKOB FROBERGER (1616 – 1667)
„Meditation sur ma mort future NB Memento mori Froberger”

JOHANN HEINRICH SCHMELZER (um 1623 – 1680)
Sonate für Violine und B. c.

GEORG MUFFAT (1653 – 1704)
Passacaglia g-Moll aus „Apparatus musicus organisticus“

GIOVANNI BUONAVENTURA VIVIANI (1638 – um 1693)
Triosonate op. 5/1 aus „12 Suonata a 3“

ANTONIO CALDARA (1670 – 1736)
Sonata IX G-Dur für Violoncello und B. c.
Sonata per flauto e basso
Chaconne a tre

GIOVANNI ANTONIO PANDOLFI MEALLI (1624 – um 1687)
„La Castella“ aus „Sonate a Violino solo“ op. 3
„La Viviana“ aus „Sonate a Violino solo“ op. 4


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