Kunstausstellung

Klimt lost


Die Sonderausstellung zum 100. Todestag von Gustav Klimt stellt die Frage nach dem Umgang mit dem Verlust, der weit über einzelne Kunstwerke hinausgeht.

Gerade in Wien, aber auch weltweit, scheint Klimt allgegenwärtig. Seine Kunst ist zum Allgemeingut geworden. Vergessen wird, was im Zusammenhang mit seinen Werken und seinem Leben verloren gegangen ist: Raubkunst, zurückgegebene Kunst, verschwundene Kunst und unzählige Geschichten über Sammler, Täter und Opfer.
Klimts letztes Ateliergebäude steht bis heute inmitten eines großen Gartens in Wien Hietzing. Ein einzelner Rosenstock hat hier die Zeiten überdauert, sonst nichts. Klimt ist seit hundert Jahren tot. Auch seine Sammler und Mäzene leben nicht mehr. Sie wurden von den Nationalsozialisten vielfach verfolgt, beraubt, vertrieben oder ermordet. Ein Teil von Klimts Werken kam abhanden, verbrannte und verschwand spurlos. Der Rest findet sich nicht mehr an den Salonwänden seiner Sammler, sondern zumeist in musealen Räumen. Das Leben, das sich vor seinen Bildern tagtäglich abspielte, ist ebenso verloren wie die persönliche, familiäre Beziehung, die Besitzer und Kunst verband.

Die Sonderausstellung stellt die Frage nach dem Umgang mit dem Verlust, der weit über einzelne Kunstwerke hinausgeht. Und es stellt einige Protagonisten von damals wie von heute, sowie die verlorenen Klimts aus einem neuen Blickwinkel einem breiten Publikum vor.

Eine Ausstellung der KLIMT VILLA WIEN in Zusammenarbeit mit dem Verein Gedenstätte Gustav Klimt
Kuratierung: Marion Krammer, Niko Wahl
Architektur: Gustav Pichelmann
Grafik: Manuel Radde
Ausstellungsbau: Enrique Guitard


Vergangene Termine