Theater

Kleingeldaffäre


Eine beruflich erfolgreiche und attraktive Frau, nicht weit vom Pensionsalter, hat einen Liebhaber. G. gibt ihr Geld und bietet ihr dennoch nichts, was sie sich nicht auch selbst leisten könnte. Außer der Illusion von Luxus und Sorglosigkeit. Und der Illusion von Liebe. Denn das Geld stammt von seiner Frau, sein Leben findet zu zweit im ehelichen Nest statt.

"Ich habe nämlich einen Beruf, auch wenn es so aussieht, als sei G. mein Beruf."
Eine beruflich erfolgreiche und attraktive Frau, nicht weit vom Pensionsalter, hat einen Liebhaber. G. gibt ihr Geld und bietet ihr dennoch nichts, was sie sich nicht auch selbst leisten könnte. Außer der Illusion von Luxus und Sorglosigkeit. Und der Illusion von Liebe. Denn das Geld stammt von seiner Frau, sein Leben findet zu zweit im ehelichen Nest statt. Aber er hätte sich doch auch eine Jüngere suchen können. Also doch Liebe? Oder ist sie als Frau jenseits vom Familiengründungsalter und abseits anderer Optionen einfach nur die praktischere/bequemere Wahl?

Mit der Zeit wird es schwieriger für sie, an G. und an Aufträge heranzukommen. Der Liebhaber laboriert an den Folgen eines Herzinfarkts und ihre Auftraggeber kommen nun aus einer Generation, der sie nicht mehr angehört. Vielleicht wird eines Tages nicht mehr G. das Epizentrum ihres Lebens sein, sondern der Wert ihrer Arbeit, die Noten und Banknoten, die der Markt ihr zuteilt. Mit ihrem Schicksal hadernd landet sie ausgerechnet im Keller von Schloss Poysbrunn und wird auch noch dort eingesperrt.


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