Klassik

Kleine Orgelsolomesse von Joseph Haydn


Die Missa brevis Sancti Joannis de Deo ist die 7. Messkomposition Joseph Haydns. Sie wird im Volksmund allgemein als Kleine Orgelsolomesse bezeichnet. Ihr Beiname rührt daher, dass die insgesamt sehr kurz gehaltene Missa brevis im Benedictus ein ausgedehntes Orgel- und dann Sopran-Solo besitzt.

Die Messe wurde um 1775 für den Orden der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt komponiert und heißt nach dessen Gründer, dem hl. Johannes von Gott. Die Barmherzigenkirche Hl. Antonius von Padua hat einen kleinen Chor, sodass die Sänger- und Musikeranzahl gering sein musste. Die heute Haydnorgel genannte Orgel von 1732 von Johann Franz Frey aus Wiener Neustadt hatte nur ein Orgelpositiv ohne Pedal, weshalb der Orgelpart keine Pedalverwendung verlangt. Wegen der Einfachheit der musikalischen Mittel bei gleichzeitiger hoher melodischer Ausdruckskraft gehört die Kleine Orgelsolomesse zu den meistaufgeführten Kirchenwerken Haydns.

Der Chor InnVokal, unter der Leitung von Eva Leitner, wurde 2014 gegründet. Er besteht aus Sängerinnen und Sängern der Gesangsklasse der Landesmusikschule Braunau. Musikalische Höhepunkte in der kurzen Zeit des Bestehens waren die Produktion von Mozarts Zauberflöte, die Aufführung der Messe in B-Dur für Soli, Chor und Bläseroktett von Georg Druschetzky, sowie ein Auftritt im Linzer Dom in Kooperation mit dem Chor St. Josef im Herbst 2015. 2016 sangen sie Chorwerke von Giuseppe Verdi mit dem Orchester der Salzburger Kulturvereinigung unter der Leitung von Helmut Zeilner im Großen Saal des Mozarteums. Im Rahmen eines einzigartigen Projektes der Oberösterreichischen Landesmusikschule Braunau mit dem Titel Canto & Colore werden sie im Herbst 2016 gemeinsam mit der renommierten deutschen Malerin Monika Nagl-E erstmals bei einer „Live-Malperformance“ singen. Aufgrund der breitgefächerten vokalen Ausbildung der Sängerinnen und Sänger umfasst ihr Repertoire Werke unterschiedlicher Stilrichtungen und verschiedener Epochen.

Die oberösterreichische Mezzosopranistin Eva Leitner studierte nach ihrem Germanistik- und Geschichte-Studium an der Universität Mozarteum Salzburg Gesangspädagogik und Konzertfach Gesang bei Marianne Schartner und Wolfgang Holzmair sowie Operngesang bei Petra Lang und Adrian Baianu in München. Seit 2007 unterrichtet sie am Oberösterreichischen Landesmusikschulwerk Gesang. Sie gründete 2014 den Chor InnVokal. Parallel zu ihrer Tätigkeit als Pädagogin ist sie als Lied- und Opernsängerin international tätig. Werke wie Giuseppe Verdis Requiem, Gustav Mahlers 2. Symphonie oder Ludwig van Beethovens 9. Symphonie führten sie nach Deutschland, Italien und Doha (Qatar). Ihr Operndebüt feierte sie 2009 in Salzburg, 2010/11 debütierte sie sowohl bei den Salzburger Festspielen als auch am Teatro dell`opera Rom in Elektra von Richard Strauss mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Daniele Gatti und Stefan Soltesz. Sie gastierte 2011 bis 2015 als Fremde Fürstin in Rusalka von Antonin Dvorak und als Mutter in Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel am Theater Kiel. 2013 sang sie in Lüneburg ihre erste Brünnhilde in Richard Wagners Götterdämmerung. 2014 entstand mit Kammerschauspielerin Julia Gschnitzer und Iris Shioling Moldiz die erste CD mit dem Titel Nur wer die Sehnsucht kennt. Es folgten zahlreiche Präsentationskonzerte in ganz Österreich u. a. bei den Sprechtagen Wels & Thalheim 2015.

Bernhard Schneider, geboren in Altenmarkt im Pongau, setzte sich nach Erlernung eines Handwerksberufes mit verschiedenen musikalischen Richtungen auseinander. Studium an der Universität Mozarteum Salzburg. Diplom aus dem Fach katholische Kirchenmusik und staatliche Lehrbefähigung. Studium im Fach Instrumentalpädagogik. Seit 1992 ist er Organist und Leiter der Kantorei Ried/Innkreis, Gründer und Leiter des Konzertchores Musica Sacra Ried und des Paul Hofhaimerorchester. Bernhard Schneider ist Künstlerischer Leiter des Konzertvereins „Musica Sacra Ried“, er unterrichtet in der Landesmusikschule Ried und Braunau. Konzerttätigkeiten als Chor-Orchesterdirigent, Organist und Ensembleleiter, mit jährliche Aufführungen bei den Paul Hofhaimertagen in Radstadt. Wesentliche musikalische Impulse konnte Bernhard Schneider bei verschiedenen Kursen und vielen gemeinsamen Tätigkeiten mit großen musikalischen Persönlichkeiten, u.a. Nikolaus Harnoncourt, Howard Arman, Wolfgang Sauseng, Gunter Waldeck, gewinnen. Er komponierte Klavierstücke für Kinder, zusammengefasst im Heft „Clavierissimo“, die Kirchenoper Die Rückkehr des Apostel Paulus und verschiedene Werke für Orgel, Bläser u.a.


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