Literatur · Theater

Klaus Maria Brandauer - Faust - ein gefesselter Prometheus


Ganz dem Faust verschreibt der Schauspieler sich in seiner szenischen Lesung: Teuflische Macht verspricht den Menschen außerordentliche Fähigkeiten im Leben für ewige Verdammnis ihrer Seelen nach dem Tod.

Szenische Lesung "Faust - ein gefesselter Prometheus". Arno Waschk - Klavier.

Ganz dem Faust verschreibt der Schauspieler sich in seiner szenischen Lesung: Teuflische Macht verspricht den Menschen außerordentliche Fähigkeiten im Leben für ewige Verdammnis ihrer Seelen nach dem Tod. Diese Macht jedoch handelt nie selbst, sondern ermöglicht immer nur. Sie nützt dabei den Fortgang der Zeiten und ihre Gefahren, und treibt ihre Opfer unablässig vor sich her, mit dem Ziel der Selbstvernichtung unserer gesamten Menschheit. Den Menschen aber entgleitet in allen Versionen dieses Stoffes das Fassbare, es wird für sie unmerklich unfassbar. Der Teufel erhält sich dabei stets seine Macht über die Kreaturen, beherrscht sie auch bis zum Tode samt Leid, Seele, Fleisch, Blut und Gut. Ihr Ende ist eine endgültige Katastrophe, Chaos, das wiederum mit einem Neubeginn der Welt gleichzusetzen ist.


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