Alte Musik · Neue Klassik · Diverse Musik

Klaus Lang - Orgel


Klaus Lang spielt eigene Kompositionen, Improvisationen und Musik der Renaissance.

Die historische Dimension des Festivalthemas Stimmungen wird auf exemplarische Weise im beeindruckenden Ambiente der Innsbrucker Hofkirche vom Organisten und Komponisten Klaus Lang erschlossen.

Die älteste spielbare Orgel Österreichs Österreichs – eine der wertvollsten Renaissance-Orgeln der Welt, erbaut zwischen 1550 und 1561 – ist – genauso wie die kleinere Orgel in der benachbarten Silberkapelle – in einer mitteltönigen Stimmung intoniert, die von der uns vertrauten temperierten Stimmung vor allem durch die – anders als auf dem Klavier – rein gestimmten großen Terzen erheblich abweicht.

In einer Art Prozession vom Spielort des vorigen Konzertes (mit Charlemagne Palestine am Carillon des Domes) hinüber in die Hofkirche wird zunächst ein Portativ zum Einsatz kommen, bevor Lang sich den beiden stationären Instrumenten zuwendet. Der 1971 in Graz gebürtige Lang hat die Orgel abseits der Kirchenmusikpraxis studiert und bereits in seiner Jugend eine Vorliebe für die nicht liturgische Orgelmusik der Spätrenaissance und des Frühbarock entwickelt, darunter die Werke des höchst einflussreichen Komponisten und frühen Tastenvirtuosen Girolamo Frescobaldi (1583-1643).

In seinem Orgelkonzert wird Lang seine eigene komponierte und improvisierte Musik mit Werken dieser Epoche zu einem einstündigen klanglichen Kontinuum verweben. „Aus dem Fluss meiner Improvisation werden sich immer wieder komponierte Strukturen herauskristallisieren“, so Lang.


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