Klassik

Klara Flieder, Violine, Midori Ortner, Klavier


Robert Schumann
Klavierquintett Es-Dur op. 44

„Wo hinaus Sie wollen, da will auch ich hinaus: es ist die einzige Rettung: Schönheit!“ (Richard Wagner)

„Ein Werk voller Kraft und Frische“ nennt Clara Schumann das Klavierquintett, das sie am 8. Jänner 1843 im Leipziger Gewandhaus erstmals öffentlich spielte, und das ihr auch zugeeignet ist. Einer poetischen Idee folgend, dürfte sich Schumann bei der Ausarbeitung der Komposition von dramatischen Vorstellungen leiten haben lassen, worauf die ursprüngliche (und dann wieder verworfene) Bezeichnung ‚Scena‘ für den 3. Satz verweist. Außermusikalisches lässt auch der mit ‚In modo d´una marcia‘ umschriebene Trauermarsch des 2. Satzes erahnen – doch verwehrt Schumann konsequent Einblicke in seine musikpoetische Werkstatt. Letztendlich müssen alle biographischen Deutungsversuche Spekulation bleiben. In seiner „äußerst brillanten und effectvollen“ Wirkung (Clara Schumann) fand diese Komposition auf Anhieb Bewunderung und Anerkennung bei Publikum und Kollegen, wie Liszt, Tschaikowsky und sogar Wagner. In einer bis dahin kaum gebräuchlichen Besetzung für Klavier und Streichquartett, ebenso wie in der konzentrierten Durchgestaltung und „Ereignisdichte“ (Martin Geck) wurde Schumanns Quintett zum Vorbild für alle folgenden Werke dieser Gattung von Brahms, Franck, Fauré und anderen mehr.

Klara Flieder, 1. Violine
Gregor Reinberg, 2. Violine
Severin Endelweber, Viola
Benedikt Endelweber, Violoncello
Midori Ortner, Klavier

Manfred Permoser, Moderation


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