Klassik

Klara Flieder, Martin Klimek, Violinen u.a.


Dvoráks Streichsextett für 2 Violinen, 2 Violen und 2 Violoncelli entstand im Mai 1878 in Prag und damit in zeitlich unmittelbarer Nähe zu seinen ersten internationalen Erfolgen. Gefördert von Johannes Brahms, auf dessen Empfehlung der aufstrebende tschechische Komponist vom Berliner Verleger Fritz Simrock unter Vertrag genommen wird, gelingt mit den „Mährischen Duetten“ op. 32 (für zwei Soprane und Klavier) und den unmittelbar darauffolgenden „Slawischen Tänzen“ op. 46 (für Klavier zu vier Händen) auf Anhieb der künstlerische Durchbruch. Begeisterte Aufnahme findet vor allem die unverwechselbare „coleur locale“ seiner Klangsprache wie dies schon im Titel der Kompositionen erkenntlich wird. Dieser unverwechselbare „böhmische Ton“ und ein urwüchsiger Charme tschechischer wie slawischer Volksmelodien durchziehen in vielen Facetten auch das Streichsextett. So etwa werden die beiden Mittelsätze originären Tänzen nachempfunden: einer schwermütigen ukrainischen Dumka und einem vitalen böhmischen Furiant. Die Uraufführung des Sextetts im November 1879 in Berlin erfolgte vor einem begeisterten Publikum.

Klara Flieder, 1. Violine
Martin Klimek, 2. Violine
Paul Rabeck, 1. Viola
Severin Endelweber, 2. Viola
Bertin Christelbauer, 1. Violoncello
Stefanie Prenn, 2. Violoncello
Manfred Permoser, Moderation


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