Klassik

Klangforum Wien - Hommage an Galina Ustwolskaja


Sonate für Violine und Klavier
Duett für Violine und Klavier
Komposition Nr. 1 Dona nobis pacem
Komposition Nr. 2 Dies irae
Komposition Nr. 3 Benedictus, qui venit

Patricia Kopatchinskaja Violine
Markus Hinterhäuser Klavier
Marino Formenti, Klavier
Klangforum Wien, Leitung Peter Rundel

Samstag, 31. Mai, 21.30 Uhr
Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal

Trio für Klarinette, Violine und Klavier
Sinfonie Nr. 2 Wahre, ewige Seligkeit
Oktett für 2 Oboen, 4 Violinen, Pauken und Klavier
Sinfonie Nr. 3 Jesus, Messias, errette uns

Klangforum Wien, Leitung Peter Rundel
Evert Sooster, Sprecher
Florian Müller, Klavier

Samstag, 31. Mai, 15.30 Uhr
Festwochen-Zentrum im Künstlerhaus
Filmporträt Galina Ustwolskaja
Anschließend Markus Hinterhäuser über die Komponistin
Eintritt frei

Sonntag, 1. Juni, 19 Uhr
Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal

Sonate für Klavier Nr. 1
Sonate für Klavier Nr. 2
Sonate für Klavier Nr. 3
Sonate für Klavier Nr. 4
Sonate für Klavier Nr. 5
Sonate für Klavier Nr. 6

Markus Hinterhäuser Klavier

Sonntag, 1. Juni, 21.30 Uhr
Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal

Sinfonie Nr. 4 Gebet
12 Präludien für Klavier
Grand Duett für Violoncello und Klavier
Sinfonie Nr. 5 Amen

Nicolas Altstaedt Violoncello
Marino Formenti Klavier
Klangforum Wien, Leitung Peter Rundel
Evert Sooster, Sprecher
Anna Clare Hauf, Alt

Ein starker, so nie gehörter Ton. Extreme instrumentale Konstellationen, gewaltige Intensität, Klangblöcke von brachialer Lautstärke. Aber auch entrückte Zartheit, tröstliche Stille und immer wieder archaisch wütende Schreie: Botschaften aus einer fernen, geheimnisvollen Welt.
Bis heute weiß man nicht viel über die 2006 verstorbene Galina Ustwolskaja. Zurückgezogen lebte sie in Sankt Petersburg, so gut wie nie trat sie in der Öffentlichkeit auf: eine – wie der russische Komponist Viktor Suslin sagte – ≫Stimme aus dem ›Schwarzen Loch‹ Leningrad, dieser durch Kriegsleiden so furchtbar heimgesuchten Stadt, dem Epizentrum des kommunistischen Terrors≪.

Galina Ustwolskajas Werkverzeichnis ist vergleichsweise schmal, knapp zwei Dutzend Kompositionen, etwas mehr als fünf Stunden Musik. Völlig losgelost von den musikalisch-ästhetischen Entwicklungen im Westen, die mit Komponisten ihrer Generation wie Messiaen, Cage, Boulez, Stockhausen oder Nono in Verbindung gebracht werden, steht dieses alle Konventionen sprengende Werk wie ein einsamer Monolith in der Musiklandschaft.
≫Ich schreibe dann, wenn ich in einen Zustand der Gnade gerate≪, erklärte Galina Ustwolskaja, ≫danach ruht das Werk eine Zeit lang, und wenn seine Zeit gekommen ist, gebe ich es frei. Wenn seine Zeit nicht kommt, vernichte ich es. Nur ich selbst bestimme den Weg meiner Werke.≪
Viele ihrer Kompositionen sind in ihrer Dringlichkeit sakrale Beschwörungen, von religiösem Geist erfüllte Befragungen unserer Conditio humana und des Metaphysischen. Weltentwürfe von einsamer Klarheit.


Vergangene Termine