Pop / Rock · Elektronik · Neue Klassik · Film · Klassik

Klangforum Wien


»Happiness Machine« ist ein Projekt von Klangforum Wien, Musik der Jahrhunderte und Amour Fou Vienna in Kooperation mit Tricky Women.

Elizabeth Hobbs/Carola Bauckholt — Die Flunder
Rebecca Blöcher/Eva Reiter — Lickalike
Eni Brandner/Misato Mochizuki — PANTOPOS
Joanna Kożuch/Ying Wang — Music Box
Samantha Moore/Malin Bång — Bloomers
Vessela Dantcheva/Electric Indigo — Hierarchy Glitch
Ana Nedeljković/Hanna Hartman — The Happiness Machine
Susi Jirkuff/Joanna Bailie — Vermessung der Distanz
Andrea Schneider/Marianthi Papalexandri-Alexandri — Generator/ Operator
Michelle Kranot/Iris ter Schiphorst — Suggestion of Least Resistance

Unser aktuelles Wirtschaftssystem steht auf dem Prüfstand und mit ihm die Frage: wie glücklich sind wir eigentlich damit?

In einer cineastischen Performance bestehend aus Animationsfilmen, Kompositionen und Testimonials stellt sich das Klangforum Wien die Frage: Wie wollen wir leben?

Zehn Filmemacherinnen, zehn Komponistinnen und zehn MusikerInnen stellen das Modell der Gemeinwohlökonomie von Christian Felber zur Diskussion. Das Klangforum Wien erzählt Geschichten von Konsum und Gier, Solidarität und Konkurrenz, Zusammenhalt und Revolte. Das Ensemble eröffnet neue Wege in der musiktheatralischen Interaktion und kreiert Räume für Reflexion und Partizipation.

Das Projekt entstand unter dem Arbeitstitel „Zum Gemeinwohl ! 20 Frauen animieren ein europäisches Gespräch über die Zukunft der Welt“.

Konzept: Sven Hartberger
Produzenten: Abigail Addison, Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Fabian Driehorst, Zuzana Mistríková
Produktionsleiter: Martin Repka
Musik: Klangforum Wien
Musikalische Leitung: Konstantia Gourzi
Klangregie: Peter Böhm & Markus Urban
Musikmischung: Mischa Janisch
Tonmischung: Georg Tomandl
Vertrieb: Fabian & Fred

Klangforum Wien
24 MusikerInnen aus zehn Ländern verkörpern eine künstlerische Idee und eine persönliche Haltung, die ihrer Kunst zurückgeben, was ihr im Verlauf des 20. Jahrhunderts allmählich und fast unbemerkt verloren gegangen ist: Einen Platz in ihrer eigenen Zeit, in der Gegenwart und in der Mitte der Gemeinschaft, für die sie komponiert wird und von der sie gehört werden will.

Seit seinem ersten Konzert, welches vom Ensemble noch als „Société de l’Art Acoustique“ unter der musikalischen Leitung seines Gründers Beat Furrer im Palais Liechtenstein gespielt wurde, hat das Klangforum Wien unversehens ein Kapitel Musikgeschichte geschrieben: An die fünfhundert Kompositionen von KomponistInnen aus drei Kontinenten hat das Ensemble uraufgeführt und so zum ersten Mal ihre Notenschrift in Klang übersetzt. Auf eine Diskographie von mehr als 70 CDs, auf eine Reihe von Preisen und Auszeichnungen und auf 2000 Auftritte in den ersten Konzert- und Opernhäusern Europas, Amerikas und Japans, bei den großen Festivals ebenso wie bei jungen engagierten Initiativen könnte das Klangforum Wien zurückblicken, wenn das Zurückblicken denn seine Sache wäre.

Über die Jahre sind tiefe Künstlerfreundschaften mit herausragenden KomponistInnen DirigentInnen, SolistInnen, RegisseurInnen und engagierten ProgrammmacherInnen gewachsen. Am Profil des Klangforum Wien haben sie ebenso Anteil, wie dieses seinerseits ihr Werk mitgetragen und –geformt hat. In den letzten Jahren haben sich einzelne Mitglieder wie auch das Ensemble als ganzes zunehmend um die Weitergabe von Ausdrucksformen und Spieltechniken an eine neue Generation von InstrumentalistInnen und KomponistInnen bemüht. Seit dem Jahr 2009 könnte sich das Klangforum Wien auf Grund eines Lehrauftrags der Kunstuniversität Graz auch in corpore „Professor“ nennen.

Das alles würde äußerlich bleiben, wäre es nicht das Ergebnis des in den monatlichen Versammlungen aller MusikerInnen des Ensembles permanent neu definierten Willens eines Künstlerkollektivs, dem Musik letztlich nur ein Ausdruck von Ethos und Wissen um die eigene Verantwortung für Gegenwart und Zukunft ist. Und so wie die Kunst selbst ist auch das Klangforum Wien nichts anderes als eine durch ihr Metier nur sehr behelfsmäßig getarnte Veranstaltung zur Verbesserung der Welt. Wenn sie das Podium betreten, wissen die MusikerInnen des Ensembles, dass es nur um eines geht: um alles. Eros und Unbedingtheit dieses Wissens machen das Besondere der Konzerte des Klangforum Wien aus.

Die Mitglieder des Klangforum Wien stammen aus Australien, Bulgarien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich, Schweden und der Schweiz. Sylvain Cambreling, Friedrich Cerha und Beat Furrer sind die drei herausragenden Musiker, denen das Klangforum Wien durch jeweils einstimmigen Beschluss aller MusikerInnen die Ehrenmitgliedschaft des Ensembles verliehen hat. Mit Beginn der Saison 2018/2019 hat Bas Wiegers die Aufgabe des Ersten Gastdirigenten von Sylvain Cambreling übernommen, der dem Ensemble als Erster Gastdirigent emeritus verbunden bleibt.


Vergangene Termine