Theater

Kettly Noël - Je ne suis pas noire


Nach ihrem erfolgreichen Stück Fanta Kaba, das den Alltag einer malischen Prostituierten zum Thema hat, widmet sich Kettly Noël mit der Uraufführung von Je ne suis pas noire der inspirierenden Kraft von Utopien. Mit diesem Solostück ist sie zum ersten Mal zu Gast bei den Wiener Festwochen.

Stellen Sie sich vor, die Erde explodiert: Urknall, Neuanfang, keine Vorurteile, keine Erwartungen, keine kulturellen, sozialen und politischen Schranken. Je ne suis pas noire ist Kettly Noëls Vision einer Welt, in der die Hautfarbe keine Rolle mehr spielt und der Begriff Identität eine ganz neue Bedeutung hat. Material für das neue Stück der in Mali lebenden Haitianerin ist die konsequente Befragung ihrer eigenen Biografie.

Seit 1995 choreografiert Kettly Noël eigene Stücke. In Mali, das nach Stationen in Paris und Benin seit 1999 zu ihrem Lebensmittelpunkt geworden ist, etablierte sie ein Festival, eine Kompanie, eine Produktionsfirma und einen Ausbildungsort für zeitgenössischen Tanz. Kettly Noëls Arbeit ist eine ständige Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten von Tanz in Afrika, dessen Traditionen sie untersucht und den sie neu erfindet. Diesen Ansatz teilt sie mit vielen Choreografen des Kontinents, in ihrer Radikalität aber ist sie einzigartig.

Von und mit Kettly Noël

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln


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