Theater

KeinFunkenLand


KeinFunkenLand ist ein aus drei Kurzstücken bestehender, zusammenhängender Theatertext.

Dieses „Theaterstück in drei Zeiten“, von drei bekannten burgenländischen AutorInnen geschrieben und von der mittlerweile international renommierten burgenländischen Regisseurin Angelika Messner in Szene gesetzt, erzählt drei fiktive Geschichten aus dem Burgenland, die sich mit dem Ersten Weltkrieg und seinen Folgen auseinandersetzen.

Für diese erste Produktion der Theaterinitiative Burgenland konnte der Schauspieler Christoph F. Krutzler, der am Volkstheater, am Burgtheater und in diversen Fernsehfilmen und -serien (z.B. die Vorstadtweiber, Kommissar Rex oder Der Winzerkönig) zu sehen war, als Darsteller gewonnen werden.

Der erste Teil von Reinhold F. Stumpf zeichnet die Geschehnisse vom Herbst 1921 nach, als in Oberwart die Republik Lajtabánság ausgerufen wurde, ein Operettenstaat, der immerhin einen Monat lang Bestand hatte. Der historische Hintergrund bietet jedoch nur den Rahmen für eine fiktive Geschichte. Nationale, kulturelle und gesellschaftliche Konflikte vermischen sich zu einer ins Absurde übersteigerten Fantasie von „Vaterland und Mutterbrust“, die stets um die eine Frage kreist: Wohin gehören wir?

Der zweite Teil von March Höld spielt in der Gegenwart. Einer Gegenwart, in der ein junger Mann sich aber von den Traumata seiner Vorfahren nicht befreien kann. Denn alle Krankheiten, von denen Menschen auf Fürsprache des Seligen Kaisers Karl von Österreich geheilt werden, brechen in seiner Großmutter „Urli“ wieder hervor. Die heilenden Wunder schlagen neue Wunden, unter denen das Narbengewebe alter Verletzungen aufbricht.
Der dritte und letzte Teil von Katharina Tiwald spielt in einem postapokalyptischen Ambiente der Zukunft, in dem das Burgenland wieder ein Teil Großungarns geworden ist. Drei Menschen versuchen mit ihrem Guerilla-Radio Widerstand gegen die kulturell wie politisch eher trostlosen Gegebenheiten zu leisten.

Klaus Haberl | Christoph Krutzler | Monika Pallua | Petra Strasser
Angelika Messner | Regie


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