Theater

Kein Platz für Idioten


Die Möllinger-Bauern hassen ihren Sohn Sebastian, Wastl genannt, weil er behindert ist. Der alte Plattl-Hans nimmt den Jungen zu sich. Eines Abends, als er und Sebastian im Dorfgasthaus essen, empört sich Adi, einer der anderen Gäste, über den Alten und den Jungen.
Obwohl seine beiden Freunde – einer davon ist Gendarm – ihn beruhigen wollen, hört er nicht auf zu sticheln. Er fragt sogar ein deutsches Touristenehepaar, ob der Alte und sein Schützling sie stören würden. Kurz darauf betritt der Bürgermeister, dem das Gasthaus gehört, den Raum. Adi erzählt diesem, der Plattl-Hans und Sebastian würden dem örtlichen Fremdenverkehr schaden und durch ihre Anwesenheit sämtliche Gäste hinausekeln.
Der Wirt ist tatsächlich besorgt, da demnächst eine neue Liftanlage eröffnet wird und sich das Dorf mehr Gäste durch den Fremdenverkehr erhofft. Er bittet den Alten, nicht mehr mit Sebastian in sein Wirtshaus zu kommen.
Ein paar Monate später, es ist mittlerweile Advent, feiern die beiden Sebastians siebzehnten Geburtstag. Der alte Mann hat sogar bei einem Radiosender angerufen, damit im Wunschkonzert ein Lied für Sebastian gespielt wird. Gerade als Sebastians Lied gespielt wird, kommt einer der beiden Männer aus dem Gasthaus in die Wohnung. Er erzählt, dass Sebastian einem Mädchen beim Baden zugesehen hätte und die Dorfbewohner ihn nun in eine Anstalt verbringen wollen. Sogar die Eltern des Buben hätten zugestimmt. Der Plattl-Hans macht sich Vorwürfe, da er die sexuelle Aufklärung des Jungen verabsäumt hat. Plötzlich betritt der Gendarm das Zimmer, um Sebastian abzuholen. Als sich der Junge dagegen wehrt, ruft der Gendarm zwei Wärter zu Hilfe. Zu dritt führen sie Sebastian schließlich ab.


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