Pop / Rock · Hip-Hop

KC Rebell



Längst kein Straßenrapper mehr: Das bewies Hüseyin Köksecen aka KC Rebell bereits mit dem einen oder anderen Song seines 2014er Nummer-1-Albums "Rebellution" und den ersten Auskopplungen seines aktuellen, fünften Studioalbums "Fata Morgana". Der gleichnamige Song gemeinsam mit Xavier Naidoo sowie "Alles und nichts" machten Zuschauer und Hörer gleichermaßen klar: das jüngste Album geht andere Wege als erwartet.

Der Essener kurdischer Abstammung bedient sich seit Schultagen bei den aggressiven Stilmitteln des Gangstarap, setzt in seinen Texten aber auf weniger Pose und mehr Geschichte. Ob Frauen, Familie, Hass oder Liebe: KC präsentiert vorzugsweise moralingefärbte Inhalte statt Muskelbergschau. Dabei liegt ihm das Thema Heimat besonders am Herzen. Bereits auf sein Debüt-Soloalbum "Derdo Derdo" 2011 stimmte er mit dem mit orientalischen Gesängen untermalten "Kurdistan" nachdenklich.

Als grundsätzlich politischen Rapper sieht er sich jedoch nicht, eher als "Rebell with a cause": "Ich habe eine Antihaltung. Ich bin kein Ja-Sager, ich bin ein Nein-Sager", verrät der '88er-Jahrgang. "Wenn ich politischer Rebell wäre, würde ich das nicht mit meiner Musik machen, weil damit erreichst du nicht so viele Leute."

KC reißt Mauern ein und präsentiert sich als Rapper, der seine lyrische und musikalische Weiterentwicklung mit den Fans teilt - weder künstlich noch gequält.